Abschied vom Faktor Mensch

Keyvisual das ARD radiofeature: Abschied vom Faktor Mensch. | Bildquelle: picture alliance / Daniel Naupold Audio Audio

Ab 21. September im Radio und zum Herunterladen

Abschied vom Faktor Mensch

Selbstfahrende Autos und die Moral der Algorithmen

Glaubt man den Ingenieuren von Daimler oder Google, werden selbstfahrende Autos unser Straßenbild bald radikal verändern. Gesteuert durch einen Computer, werden diese Automobile selbstständig das Tempo erhöhen oder auf die Bremse steigen, staufreie Wege oder Parkplätze ansteuern und die Unfallgefahr deutlich verringern: Delikte wie Alkohol am Steuer oder Ablenkung durch Mobiltelefone wird es im Straßenverkehr der Zukunft nicht mehr geben. Der menschliche Faktor wird abgeschaltet. Nach welchen Kriterien entscheidet eine Maschine, ob das Auto in einen Menschen hinein rast oder lieber an den Laternenmast? Wie weit lassen sich Konzerne und politische Entscheidungsträger in die Karten blicken? Erst kürzlich ist ein Mensch durch sein Vertrauen in diese Technik ums Leben gekommen.

Produktion: Norddeutscher Rundfunk 2016

Redaktion: Joachim Dicks

Selbstfahrende Autos "entscheiden" über Leben und Tod.

Videostill aus Trailer. | Bildquelle: ndr Video

Was kann ein selbstfahrendes Auto, was darf es, wie soll es sich im Notfall verhalten?

Videostill aus Trailer. | Bildquelle: ndr Video

Stand: Thu Sep 08 00:00:00 CEST 2016 Uhr

Jörn Klare. | Bildquelle: privat

Der Autor

Jörn Klare, Jahrgang 1965, arbeitet als Buch-, Theater- und Featureautor und außerdem als Journalist für verschiedene Zeitungen, u. a. „Die Zeit“ und SZ. 2008 und 2012 erhielt er den Robert-Geisendörfer-Preis der EKD und war zuletzt Autor der Sendungen „Der Teufel hat Ärger – Die wundersame Wandlung des Warlords Joshua Milton Blahyi“ (NDR/WDR 2015) und „Nach Hause gehen“ (DLR Kultur 2016). Für das ARD radiofeature realisierte er im Januar 2014 „Das Leck in der Steueroase“. In seinen Büchern „Was bin ich wert?“ (Suhrkamp, 2010), „Vom Wert des Lebens mit Demenz“ (Suhrkamp, 2012) und „Nach Hause gehen“ (Ullstein 2015) ist der Autor immer wieder ethischen Fragen in ihrer konkreten Anwendung nachgegangen.

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