Die Drogenbarone von Mali

Keyvisual das ARD radiofeature: Die Drogenbarone von Mali. | Bildquelle: Marc Tessensohn Audio Audio

Ab 14. Januar im Radio und zum Herunterladen

Die Drogenbarone von Mali

Ein Feature über Kriegstreiber und eine Friedensmission

Die UN-Mission in Mali ist die gefährlichste der Welt. Deutschland beteiligt sich daran mit bis zu 1000 deutschen Soldaten. Die Bundesregierung erklärt das Engagement mit der Notwendigkeit, gegen den internationalen Terrorismus und gegen Menschenschmuggel zu kämpfen. Trotz der internationalen Militärpräsenz und trotz eines Friedensabkommens hat sich die Sicherheitslage in den vergangenen zwei Jahren verschlechtert und die Umsetzung des Friedensabkommens stockt. Inzwischen leidet nicht mehr nur der Norden, sondern nun auch das Zentrum Malis unter islamistischer Gewalt. Das liegt auch an Schmugglerringen von Drogen, die ihre illegale Ware auch nach Europa bringen. Das Geld fließt in Waffen und finanziert zum Teil islamistische Gruppen, die wiederum gegen die internationale Militärpräsenz kämpfen. Die UN-Soldaten dürfen diese Gruppen aber nicht verfolgen, um den Schmuggel zu unterbinden, denn dafür haben die UN der Mission kein Mandat erteilt. Kann eine UN-Mission tatsächlich erfolgreich sein, wenn sie zwar schießen, aber nicht gegen Kriminelle und Terroristen vorgehen darf, wenn die den Friedensprozess torpedieren?

 

Von Bettina Rühl

Produktion WDR 2018

Redaktion Dorothea Runge

 

Es ist schwierig in Mali Drogenbarone zu interviewen, und es ist gefährlich. Sie wollen Chaos nicht Frieden. Die UN-Soldaten sind machtlos. Was muss sich ändern?

Facebookpost Drogenbarone von Mali. | Bildquelle: WDR Video

 

Sehr viele Menschen in Mali leben vom Schmuggel. Drogenbarone sind fast die einzigen Arbeitgeber. Sie brauchen den Terror für ihre Geschäfte. Die 11000 UN-Soldaten im Land sind machtlos. Wie weiter?

Facebookpost Drogenbarone von Mali. | Bildquelle: WDR Video

Stand: Tue Sep 26 00:00:00 CEST 2017 Uhr

Die Autorin

Bettina Ruehl. | Bildquelle: Christoph Seelbach

Bettina Rühl, geboren 1965, ist seit 1988 freie Hörfunk- und Feature-Autorin mit dem Schwerpunkt Afrika. Zu ihren Themen gehören der Zerfall und Wiederaufbau von Staaten, zum Beispiel in Somalia. Außerdem der islamistische Terrorismus in Ost- und Westafrika sowie dessen Finanzierung. Auch zu den Flucht- und Migrationsbewegungen auf dem Kontinent hat sie immer wieder recherchiert.

Für ihr Feature "Kindersoldaten - Vom tödlichen Ernst des vermeintlichen Spiels" erhielt sie im Jahr 2000 den Medienpreis der Kindernothilfe. Ihr ARD radiofeature "Die Macht der Warlords von Mogadischu" wurde mit dem "Medienpreis Entwicklungspolitik 2012" ausgezeichnet. Im Oktober 2012 erhielt Bettina Rühl für ihre journalistische Arbeit den "Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien" der Leipziger Medienstiftung. Für ihr ARD radiofeature "Der Anführer" erhielt sie 2013 den "liberty award" und 2015 den Prix Europa: "Best European Investigation of the Year 2015" für das ARD radiofeature "Wie Terror entsteht".

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