Die Geschichte meines Lebens

Mit Feder und Tinte beschriebenes Buch. | Bildquelle: colourbox.de

Nominiert für den Hörspielpreis der ARD und für den ARD Online Award

Die Geschichte meines Lebens. Die Tagebücher des Ferdinand Benekes

Von Charlotte Drews-Bernstein

Teil 1: Die Jahre 1792 bis Anfang 1794

1774 war das Geburtsjahr des Bremer Kaufmannssohns Ferdinand Beneke. Er wurde Chronist seiner Zeit: Von 1792 bis in sein Todesjahr 1848 schrieb er auf, was er erlebte, dachte und fühlte - und das Tag für Tag. Er dokumentierte nicht nur die bedeutenden historischen Veränderungen, die Europa seinerzeit gesellschaftlich grundsätzlich umstrukturierten (Französische Revolution, Wiener Kongress etc.); seine gewissenhaften Selbstbeobachtungen und Gedanken spiegeln ebenso detailfreudig wie originell die privaten Lebensverhältnisse des erstarkenden Bürgertums vom Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts wider. Der erste Teil des auf mehrere Folgen angelegten Hörspielprojektes umfasst Ferdinand Benekes Entwicklung in den Jahren 1792 - 1794: Beginn des Jurastudiums in Halle/Saale, Freimaurertum, Reisen in die Städtchen Zerbst oder Minden. Er ist ein Einzelgänger, durchs Dasein getrieben, Pflichten prägen sein Leben und die alles bestimmende Frage: "Was will ich sein?". Er zeigt sich bereits in jungen Jahren als ein Mann von Bildung, Manieren und Grundsätzen, dabei überaus gefühlsbestimmt, obwohl er sich selbst doch als "fühllos" beschrieb.

Die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur hat die hinterlassenen Tagebuchmappen ediert. Die ersten vier der auf 20 Bände angelegten Lebensgeschichte Ferdinand Benekes wurden 2013 im Wallstein-Verlag veröffentlicht.

  • Öffentliche Vorführung: Donnerstag, 12. November, 14 Uhr, ZKM_Kubus, in Karlsruhe
  • Nach der Jurydiskussion Frageforum mit Charlotte Drews-Bernstein (Autorin und Regie) und Holger Rink (Dramaturgie und Redaktion)

Mitwirkende:

Matthias Brandt, Lisa Hrdina, Katharina Matz, Stephan Schad, Friedhelm Ptok, Verena von Behr, Otto Mellies, Theodor Holländer

Regie: Charlotte Drews-Bernstein

Kompostion: Daniel Dickmeis

Produktion: rb/mdr 2015

Länge: 74:04 Minuten

Die Autorin

Charlotte Drews-Bernstein, lebt und arbeitet in Hamburg als Drehbuchautorin, Rundfunkautorin und Regisseurin.

Geboren in Hamburg, nach Lehrtätigkeit am Goethe-Institut in Teheran und nebenberuflicher Hörfunkkorrespondenz für den NDR/SFB, 1963 Ausbildung zur Radio-Autorin im Nachwuchsstudio des Norddeutschen Rundfunks (Leitung: Axel Eggebrecht), im Anschluss daran Mitarbeit in der NDR-Familienredaktion und im NDR-Schulfunk (u. a. Autorin für die Hörspielreihe “Neues aus Waldhagen”, Feature-Autorin für die Reihe “Wege des Welthandels” und “Natur und Technik”), Autorin zahlreicher Hörspielbearbeitungen für die deutschsprachigen Programme der Skandinavischen Rundfunkanstalten, Feature-Autorin, Drehbuchautorin (Fernsehspiel).

Die Jurydiskussion

Stand: Sat May 14 04:13:36 CEST 2016 Uhr

Darstellung: