ARD radiofeature Die Illegalen

Keyvisual zum ARD radiofeature Die Illegalen. | Bildquelle: WDR Audio Audio

Ab 20. April im Radio und zum Herunterladen

Die Illegalen

Ein Feature über Deutschlands stille Sklaven

Bis zu einer Million illegale Einwanderer leben in Deutschland, vielleicht auch mehr, keiner weiß das. Es sind Menschen ohne gültige Papiere. Die meisten von ihnen kommen aus Westafrika und den Balkanstaaten. Sie sind vor Hunger und Armut geflohen, um ihre Familien in den Heimatländern zu ernähren. Oder ihre "falsche" Einstellung zu Religion oder Politik trieb sie in die Flucht. In Deutschland arbeiten "Illegale" schwarz und prekär in Umzugs- oder Putzfirmen, der Nahrungsmittelindustrie, der Gastronomie oder als Haushaltshilfen. Ihr Leben gleicht einer Schattenwelt. Angelockt vom großen Geld arbeiten sie weit unter Mindestlohn. Oft gibt es letztlich keinen Cent. Wer krank wird, fliegt raus und krankenversichert ist keiner von ihnen. Die "Illegalen" leben in ständiger Angst aufzufliegen und abgeschoben zu werden, davon profitieren viele deutsche Arbeitgeber.

Produktion: Radio Bremen 2016

Redaktion: Michael Augustin

Bericht aus der Recherche

Sie arbeiten auf Baustellen, in Versand- und in Sicherheitsunternehmen - überall. Die Illegalen schuften für uns, und es gibt kaum Arbeitgeber, die einen fairen Lohn an sie zahlen.

Sie sind unter uns. | Bildquelle: RB Video

Der Bremer Pastor Thomas Lieberum berichtet, dass sämtliche Flüchtlinge, die in den vergangenen fünf Jahren Schutz in seiner Kirche suchten, mindestens eine Duldung bekamen.

Extremfall Kirchenasyl. | Bildquelle: RB Video

Was treibt Autor Jens Schellhass an, ein Feature über illegale Migranten in Deutschland zu machen? Er möchte den Betroffenen "eine Stimme geben!"

Illegalisierten eine Stimme geben. | Bildquelle: RB Video

Stand: Fri Apr 22 16:22:35 CEST 2016 Uhr

Jens Schellhass. | Bildquelle: Radio Bremen / Maria Klindworth

Der Autor

Jens Schellhass, geboren 1963, lebt als Autor in Bremen. Für sein Feature "Letzte Fahrt ins Spielzeugland" erhielt er 2010 den Deutschen Radiopreis, für die Produktion "Ein bisschen mehr als Gotteslohn" 2013 den Featurepreis "Bremer Hörkino". Für seine Online-Chronik "70 Jahre Kriegsende" wurde er 2015 für den Deutschen Radiopreis nominiert.

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