Die lächerliche Finsternis

Soldaten stehen in Reihen. | Bildquelle: colourbox.de

Nominiert für den Hörspielpreis der ARD und für den ARD Online Award

Die lächerliche Finsternis

Von Wolfram Lotz

Oliver Pellner, Hauptfeldwebel der deutschen Bundeswehr, fährt mit Unteroffizier Stefan Dorsch in einem Patrouillenboot in die "Regenwälder Afghanistans", um dort den verrückt gewordenen Oberstleutnant Karl Deutinger ausfindig zu machen und zu liquidieren. Nach Motiven aus Joseph Conrads Erzählung "Herz der Finsternis" beschrieb Francis Ford Coppola 1979 in "Apocalypse Now" eine ähnliche Militärmission während des Vietnamkrieges. Wolfram Lotz hat den Stoff auf die globalisierte Welt von heute übertragen.

Seine skurrile, traurige, ironische und komische Reise erzählt von einem Oberstleutnant der Bundeswehr, der zwei Kameraden seiner Spezialeinheit umgebracht hat. Von einem somalischen Fischer, der in Mogadischu Piraterie studierte, weil die heimischen Fischgründe leergefischt wurden. Von italienischen Blauhelmsoldaten, die Eingeborene überwachen, welche für die Mobilfunkindustrie Coltan abbauen müssen. Sie erzählt von der Angst vor dem Unbekannten und von der Unfähigkeit, das Fremde zu verstehen.

  • Öffentliche Vorführung: Freitag, 13. November, 11 Uhr, ZKM_Kubus, in Karlsruhe
  • Nach der Jurydiskussion Frageforum mit Leonhard Koppelmann (Regie) und Andrea Oetzmann (Dramaturgie)

Mitwirkende:

Julian Greis, Christoph Luser, Alexander Scheer, Cornelius Obonya, Cornelius Obonya, Tim Seyfi, Andreas Grothgar, Johann von Buelow, Lars Rudolph

Text: Wolfram Lotz

Regie: Leonhard Koppelmann

Komposition: zeitblom

Produktion: SWR 2015

Länge: 74:02 Minuten

Der Autor

Wolfram Lotz, geboren 1981 in Hamburg, studierte Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft in Konstanz und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er ist Autor von Theaterstücken, Hörspielen und Lyrik und wurde unter anderem 2011 mit dem Kleist-Förderpreis ausgezeichnet. »Die lächerliche Finsternis« entstand 2013 als Hörspiel und wird außerdem seit September 2014 auf deutschen, österreichischen und schweizerischen Bühnen aufgeführt.

Die Jurydiskussion

Stand: 14.05.2016, 04.11 Uhr

Darstellung: