Die meisten Afrikaner können nicht schwimmen

Flüchtlingsboot. | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Hörspiel im Wettbewerb

Die meisten Afrikaner können nicht schwimmen

Von Holger Böhme

Seit Oliver in die Sendung geriet, in der Menschen in Gewissensnot im Radio ihr Schicksal berichten und sich dem Urteil der Hörer stellen können, glaubt er, dass das die Lösung für sie ist - für Sonja und ihn. Reden sie doch seit Monaten darüber, was sie bei ihrem Segeltörn im Mittelmeer erleben mussten, nachdem sie drei, sich an Schlauchbootreste klammernde, afrikanische Schiffbrüchige aus dem Wasser fischten. Doch bald kamen Zweifel auf: handelte es sich überhaupt um Flüchtlinge? Waren es nicht womöglich skrupellosen Schlepper, die das mit Flüchtlingen vollgestopfte Boot im Stich gelassen hatten? Hatten sie also drei gefährliche Kriminelle an Bord, denen sie, wenn ihnen ihr Leben lieb war, zuvorkommen mussten? Oliver und Sonja sind entschlossen, ihren Hörern ein wahrheitsgetreues Bild der dramatischen Ereignisse zu vermitteln - jeder auf seine Art.

  • Öffentliche Vorführung: Freitag, 11. November, 14 Uhr, ZKM_Kubus, in Karlsruhe
  • Nach der anschließenden Jurydiskussion findet das Frageforum statt

Mitwirkende:

Devid Striesow, Eva Löbau

Regie: Stefan Kanis

Produktion: MDR 2016

Länge: 48:45 Minuten

Holger Böhme, geboren 1965 in Dresden, nach Abitur und Armeezeit Transportarbeiter, Krankenfahrer und Beleuchter an verschiedenen Theatern Dresdens. Seit 2000 freier Autor und Regisseur. Schreibt Prosa, Theaterstücke und Hörspiele: "Es ist noch einmal gut gegangen" (Funkhaus Berlin 1990), "Krauses Tod" (ORB 1995), "Still Mutter" (MDR 1997), "Stillleben mit Dorf und Leicher" (ORB/SFB 1998), "Sonnenwende. Toter Hund" (ORB/SFB, NDR 2002), "Spritztour mit Leichenwagen" (DLR 2004), "In einem Zug" (RBB/DLF 2005), "Der Fall Karassek" (RBB 2010) und "Der Kormoran" (MDR 2013).

Stand: Thu Oct 06 11:49:47 CEST 2016 Uhr

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