Fußball ist unser Tod

Keyvisual das ARD radiofeature Fußball ist unser Tod. | Bildquelle: picture-alliance/keystone

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Fußball ist unser Tod

Über die Verantwortung der FIFA für die WM 2022 in Katar

Die Fußball-WM 2022 in Katar ist vor allem wegen der Ausbeutung der ausländischen Arbeiter in Verruf geraten. Angeheuert für WM-Stadion- und Infrastrukturprojekte sind die Bauarbeiter ihren Arbeitgebern wie Lohnsklaven ausgeliefert. Sie leiden unter illegalen Rekrutierungsgebühren, Lohneinbehalt, unhygienischen Unterkünften und fehlenden Beschwerdemöglichkeiten. Auch erste Todesfälle gab es bereits. Weil viele der Mängel einen Verstoß gegen die Charta der Menschenrechte bedeuten, wurde die FIFA mittlerweile durch den niederländischen Gewerkschaftsdachverband FNV vor einem Handelsgericht in Zürich verklagt. Erstmals wird juristisch verhandelt, ob die FIFA Unrecht tat, die WM an ein Land mit eingeschränkten Arbeiterrechten zu vergeben, in dem sogar gewerkschaftliche Arbeit verboten ist. Auf die zunehmende internationale Kritik reagieren die WM-Gastgeber mit einzelnen Verbesserungen. Die FIFA selbst schiebt ihre Verantwortung jedoch an die Organisatoren ab. So gehen die Menschenrechte im Geflecht des Subunternehmertums unter.

Von Tom Mustroph

Produktion: WDR 2017

Redaktion  Leslie Rosin

Stand: Wed Feb 15 14:46:55 CET 2017 Uhr

Tom Mustroph. | Bildquelle: privat

Der Autor

Tom Mustroph, geboren 1967, ist in Berlin und Palermo als freier Autor und freier Dramaturg im Theater, der Kunstszene und dem Sport tätig. Seit 2004 reist er regelmäßig nach Katar, um über die Themen Radsport, Sportsicherheit, Arbeitsmigration und Sportgroßevents zu berichten. Für den WDR war er zuletzt Co-Autor (gemeinsam mit Agnese Franceschini) des Features "Bis zum letzten Atemzug" über die Ultra- und Hooliganszene in Deutschland und Italien.

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