Florian Langenscheidt: "Wir entscheiden selber, ob wir dem Glück eine Chance geben"

Verleger und Autor Florian Langenscheidt macht es sich auf einem roten Sofa gemütlich. | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Florian Langenscheidt, Verleger und Glücksbuch-Autor

"Wir entscheiden selber, ob wir dem Glück eine Chance geben"

Florian Langenscheidt ist Ururenkel des Mannes, der Mitte des 19. Jahrhunderts den Vorläufer der heutigen Verlagsgruppe Langenscheidt gründete. Aus seiner Feder stammen Titel wie "1000 Glücksmomente", "Glück mit Kindern" und "Langenscheidts Handbuch zum Glück". ARD.de wollte von ihm wissen, ob es einem Glücksbuch-Autoren leichter fällt, sein eigenes Glück zu finden.

 

ARD.de: Was bedeutet für Sie "Glück"?

Florian Langenscheidt: Die fragilen Momente des Ineins-Seins mit sich selbst, mit den Menschen um einen herum, mit seiner Tätigkeit, mit seinen Erwartungen und mit der Umwelt.

 

Bei welcher Gelegenheit waren Sie das letzte Mal glücklich?

Heute morgen. Am See, im Wind, in einer Minute der Ruhe.

 

Wann ist Ihnen ein "großes Glück" begegnet, und wie hat sich dadurch Ihr Leben verändert?

Ein großes Glück sind meine Kinder, die mich tiefe Sinnhaftigkeit spüren lassen - und auch die Grenzen des Bemühens. Ich liebe jedes von ihnen unendlich und bin dankbar für jeden gemeinsamen Tag.

 

Haben Sie einen Trick, um sich einen Glücksmoment zu verschaffen?

Ja, indem ich mich selbst aufmerksam mache für diese kleinen Momente, welche die Textur des Glückes darstellen. Indem ich Dankbarkeit statt Neid entwickle. Und von Menschen lerne, die trotz herber Schicksalsschläge neue Inseln des Glücks gefunden haben.

 

Florian Langenscheidt posiert im August 2012 mit seinem neuen Buch "Langenscheidts Handbuch zum Glück" . | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Fiel es Ihnen als Autor von Büchern wie "1000 Glücksmomente" oder "Langenscheidts Handbuch zum Glück" leichter, Ihr eigenes, privates Glück zu finden?

Ja, man kann an sich arbeiten und sich fähiger zum Glück machen. Das Lesen und Nachdenken über Glück und auch das Beobachten anderer Menschen lassen mich selbst glücklicher werden. Wir sind unser eigener Wettergott, wir können entscheiden, ob wir dem Glück eine Chance geben oder nicht. 

 

Das Interview führte Ingo Fischer

Stand: Tue Oct 01 08:00:00 CEST 2013 Uhr

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