Religionskriege und Konflikte im 21. Jahrhundert

Es geht nie nur um Glauben: Religionskriege und Konflikte im 21. Jahrhundert

Buddhistische Mönche vor tibetanischen Flagge in Kathmandu, Nepal. . | Bildquelle: picture-alliance/dpa Video

Die Besetzung Tibets

Der politische Konflikt zwischen China und Tibet ist einer der ältesten der Welt: Seit die chinesische Volksarmee 1950 Tibet besetzte, lehnten sich die Tibeter immer wieder gegen die Fremdherrschaft auf. Der Kommunismus wurde zur offiziellen Staatsdoktrin erhoben, die traditionellen Klassenstrukturen in Tibet aufgelöst. Verheerend waren die Eingriffe ins religiöse Leben. Bis 1979 wurde der tibetische Buddhismus gewaltsam unterdrückt, Mönche und Nonnen bedrängt und verhaftet. Klöster und Tempel zerstört. 1959 gab es den ersten Volksaufstand, der von den Chinesen blutig niedergeschlagen wurde. Nach chinesischen Angaben waren 87.000 Tibeter bei den Unruhen umgekommen und später Tausende in Arbeitslagern getötet worden, weitere 80.000 flohen. Dem geistigen und früher auch weltlichen Führer der Tibeter, dem Dalai Lama, gelang die Flucht nach Indien, wo er bis heute im Exil lebt. Seit 2008 markieren neue Unruhen eine neue Phase des Konflikts. Auch die Nachfolge des Dalai Lama schürt den Konflikt bis heute. Während das geistige Oberhaupt des Buddhismus seinen Nachfolger wählen möchte, besteht China auf die Wiedergeburt des nächsten Dalai Lama. 

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