Die giftigsten Tiere der Welt | Bildergalerie

Die giftigsten Tiere der Welt

Lautlose Killer: Meist gut getarnt und manchmal schrecklich schön

Blauer Pfeilgiftfrosch (l.), gelber Pfeilgiftfrosch (r.o.), grüner Goldbaumsteiger (r.u.). | Bildquelle: picture-alliance/dpa; Kombo: ARD.de

Pfeilgiftfrosch - schillernd bunte Abschreckung

Viele Amphibien versuchen, sich mit Tarnfarben vor Fressfeinden zu schützen. Anders der kleine Pfeilgiftfrosch, der häufig nicht größer als eine Zwei-Euro-Münze ist und in den feucht-warmen tropischen Regenwäldern Süd- und Mittelamerikas lebt. Fast alle der rund 130 Arten sind leuchtend bunt und bestehen aus einer Vielfalt an Farben und Mustern. Mit seiner kontrastreichen Färbung signalisiert er Feinden, dass er ungenießbar ist.

Wegen seines Aussehens wird der Pfeilgiftfrosch auch Farbfrosch genannt. Diesen Namen verdankt er den Indianern Kolumbiens und Panamas, die sein Hautsekret als Pfeilgift für die Jagd verwenden. Meist werden die Frösche dazu aufgespießt und über ein Feuer gehalten. Dabei sondern sie Sekret für bis zu 50 Blasrohrpfeile ab. Manche Arten enthalten sogar so viel Gift, dass die Indianer ihre Pfeile nur über den Rücken der lebenden Tiere streichen müssen. Als giftigste Pfeilgiftfroschart gilt der "Phyllobates terribilis", zu deutsch "der Furchterregende". Mit seinem Gift könnten bis zu zehn Menschen getötet werden. In Gefangenschaft wie Terrarien verlieren die Frösche allerdings ihre Giftigkeit. Forscher vermuten, dass die Tiere ihr Gift nicht selbst produzieren, sondern in ihrer natürlichen Umgebung mit der Nahrung aufnehmen.

Wissenschaftlicher Name: Dendrobates leucomelas

Größe: ca. 1,2-6 cm

Merkmale: schillernd bunte Färbung, Vielzahl an Farben und Mustern

Vorkommen: Süd- und Mittelamerika (Regenwälder)

Vergiftungsanzeichen: Brennen auf der Haut, wenn Gift in Blutkreislauf gerät: Muskel- und Atemlähmung bis hin zum Tod

Erste Hilfe: Ruhe bewahren: je niedriger der Puls, desto langsamer verteilt sich das Gift im Körper

Blauer Pfeilgiftfrosch (l.), gelber Pfeilgiftfrosch (r.o.), grüner Goldbaumsteiger (r.u.). | Bildquelle: picture-alliance/dpa; Kombo: ARD.de
Speikobra (links), Vogelspinne (r.o.), Rotfeuerfisch (r.u.). | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Taipan. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Kugelfisch. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Seewespe (l.); Bein mit Quallenverätzungen (r.). | Bildquelle: Andreas Garm; colourbox.com; Kombo: ARD.de
Trichternetzspinne. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
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