Forscherinnen und Abenteurerinnen entdecken die Welt | Bildergalerie

Frauen entdecken die Welt

Weltenbummlerinnen im Spiegel der Zeit

Porträt Maria Sibylla Merian auf 500 DM Schein, Merian-Illustration Kayman und Schlange. | Bildquelle: gemeinfrei/Kombo: ARD.de

Maria Sibylla Merian: Wunderbare Verwandlungen

Am 13. Januar 1717 starb die wagemutige Naturforscherin Maria Sibylla Merian. Ihr Forscherdrang machte vor nichts halt, wenn es um kriechende, krabbelnde und flatternde Geschöpfe ging. Geboren wurde die Pionierin der modernen Naturwissenschaft am 2. April 1647 in Frankfurt am Main als Tochter des berühmten Kupferstechers Matthäus Merian. Ihr Vater starb früh und so bildete sie ihr Stiefvater, ein Stilllebenmaler, im Zeichnen und Malen aus.

Im Alter von 52 Jahren wagte sie den Aufbruch in die Fremde. Die autodidaktisch geschulte Naturforscherin hatte jahrelang Pflanzen, Insekten und Raupen studiert und deren "wunderbare Verwandlungen" zeichnerisch festgehalten bevor sie sich 1699 entschloss, die Flora und Fauna des südamerikanischen Suriname zu erkunden.

Im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen fand Merian kaum Unterstützung für ihr Unternehmen, zumal ihr Forschungsgebiet vielen Zeitgenossen verdächtig erschien: Insekten galten als "Vorboten einer Gottesstrafe", Raupen als "Teufelsbrut" und Schmetterlinge als "verwandelte Hexen". Also verkaufte sie alles, was ihr lieb und teuer war, um die Reise in das unbekannte, tropische Land zu finanzieren. Zwei Jahre lang erkundete sie zu Wasser und zu Land die Tier- und Pflanzenwelt Surinames und entdeckte bislang völlig unbekannte Arten. 1705 veröffentlichte sie ihre mit zahlreichen Zeichnungen illustrierten Forschungsergebnisse, die ein großes öffentliches Echo fanden und viele Forschungsreisende nach ihr inspirierten.

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