Große Ökonomen und ihre Theorien | Bildergalerie

Große Ökonomen und ihre Theorien

Vordenker, Propheten und Kritiker

Szene aus einem Theaterstück nach Ayn Rand: Capitalista, Baby!. | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Ayn Rand: Capitalista, Baby!

Keine Nächstenliebe. Lasst den Dollar regieren. Knallharter Egoismus bringt die Welt voran. Die Lehren der Autorin Ayn Rand prägen die Einstellung vieler rechter US-Republikaner - auch heute noch. 1905 als Alissa Sinowjewna Rosenbaum in St. Petersburg in eine wohlhabende jüdische Familie geboren, erlebt Ayn Rand die abrupte Zerstörung ihrer bürgerlichen Existenz. Nach der Enteignung ihres Vaters durch die Rote Armee floh die Familie im Chaos des russischen Bürgerkriegs auf die Krim.

Ihre Philosophie des reinen Kapitalismus entwickelt Rand vor allem als Romanautorin. 1943 gelingt ihr mit ihrem Roman "The Fountainhead“ ("Der ewige Quell“) ein erster Durchbruch. Das Buch diente den Berliner Kammerspielen als Vorlage für das Theaterstück "Capitalista, Baby".  1957 veröffentlichte Rand ihr Hauptwerk mit dem Titel "Atlas Shrugged“ ("Atlas wirft die Welt ab“). Das über tausend Seiten umfassende Buch wird in den USA zur Bibel der "Liberitarians“, die  jeglichen Eingriff des Staates in das Wirtschaftsleben ablehnen. Ganz im Sinne von Ayn Rand, die für ein absolut freies Wirtschaftssystem ohne Regulierungen eintritt und sich für die Trennung von Staat und Wirtschaft nach dem Vorbild der Trennung von Kirche und Staat ausspricht. Im Zentrum ihrer Vorstellungen steht das Eigeninteresse, das der menschlichen Natur entspringe. Jedes Individuum soll uneingeschränkt und egoistisch seinen ökonomischen Interessen nachgehen. Nächstenliebe und Emotionen dürfen keine Rolle spielen.  Erfolgreiche Unternehmer und Milliardäre bilden "Übermenschen“ –  eine kreative Klasse von schöpferischen Individuen, die die Vitalität einer Wirtschaft begründen.

Szene aus einem Theaterstück nach Ayn Rand: Capitalista, Baby!. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Karl Marx in einer Radierung von Werner Ruhner. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Demonstranten neben der Aristoteles-Statue vor der Universität Freiburg. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Mittelalterliche Münze (l.), Thomas von Aquin in einer zeitgenössischen Darstellung (r.). | Bildquelle: picture-alliance/dpa; Kombo: ARD.de
Adam Smith (l.), Dampfmaschine (r.). | Bildquelle: picture-alliance/dpa; Kombo: ARD.de
David Ricardo (l.), Karikatur von 1848 zur Abschaffung der Zollgrenzen (r.). | Bildquelle: picture-alliance/dpa; Kombo: ARD.de
Werkshalle von Mercedes Benz in den 1950er Jahren (l.), Joseph Schumpeter (r.). | Bildquelle: picture-alliance/dpa; Kombo: ARD.de
John Maynard Keynes (l.);  Arbeitslose in den USA warten vor dem städtischen Obdachlosenheim in New York (Aufnahme von 1930) . | Bildquelle: picture-alliance/dpa; Kombo: ARD.de
 Ludwig Erhard (l.); Alfred Müller-Andrack (r.). | Bildquelle: picture-alliance/dpa; Kombo: ARD.de
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