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Intelligente Tiere

Von Nussknackern, Tänzern und Zahlenjongleuren

Gorillaweibchen mit Jungem. | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Affen zählen und können Gebärdensprache

Als naheste Verwandte des Menschen sind vor allem Menschenaffen in der Lage, erstaunliche Fähigkeiten zu entwickeln. So gibt es immer wieder Versuche, den Menschenaffen - zu denen Schimpansen, Gorillas, Orang-Utans und Bonobos zählen - das Zählen und Sprechen beizubringen.

Affen zum Sprechen zu bewegen ist jedoch anatomisch nahezu unmöglich. Denn nach der allgemeinen Lehrmeinung liegt das Geheimnis der Sprache im Kehlkopf. Der befindet sich beim Menschen einige Zentimeter tiefer als beim Affen - nur so ist ihm das Sprechen möglich. In den 1990er Jahren machte jedoch ein außergewöhnliches Gorillaweibchen Schlagzeilen. Aufgewachsen in einer Gorilla-Stiftung im kalifornischen Woodside in den USA trainierten Forscher die Affendame systematisch auf die englische Sprache. Schließlich hatte Koko Beachtliches vorzuweisen: Sie verstand 2.000 Worte und konnte mehr als 1.000 Begriffe in Gebärdensprache ausdrücken. So kommunizierte Koko mit ihren Pflegern, reimte Worte wie "do" auf "blue" und "squash" auf "wash" und erfand Metaphern wie "Tiger-Pferd" für ein Zebra.

Auch der Umgang mit Zahlen ist für einige Menschenaffen keinesfalls ungewöhnlich. An der Universität von Kyoto in Japan haben sich Primatenforscher darauf konzentriert, Schimpansen das Zählen beizubringen. Und sie stellten fest: Affen können richtige Zahlenjongleure sein. Dem Schimpansenweibchen Ai brachten die Forscher zum Beispiel bei, die Zahlen eins bis neun zu erkennen und in der richtigen Reihenfolge anzuordnen. Dazu ließen sie die neun Zahlen durcheinander auf einem Bildschirm erscheinen und deckten sie anschließend mit weißen Quadraten ab. Nach einigem Training schaffte es Ai problemlos die Zahlen zu ordnen, indem sie mit dem Finger der Reihenfolge nach auf die Quadrate tippte.

Noch besser schnitt Ais Sohn Ayumu bei späteren Experimenten ab. Hier ging es darum, fünf willkürliche Zahlen zu ordnen, die nur wenige Zehntel-Sekunden aufleuchteten. Bei nur noch vier Zehntel-Sekunden schlug der clevere Ayumu sogar Studenten, die bei der Schnelligkeit des Zahlen-Merkens nicht mehr mitkamen. Schimpansen können zwar nicht sprechen, haben dafür aber ein besseres Kurzzeitgedächtnis als Menschen.

Gorillaweibchen mit Jungem. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
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