Unglücke und Mysterien der Luftfahrt | Bildergalerie

Verloren, verschollen, verschwunden

Unglücke und Mysterien der Luft- und Seefahrt - aktueller und historischer Überblick

MH370-Trümmerteil vor Mosambik gefunden. | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Flug MH370 - Wrack im Norden des Indischen Ozeans vermutet

Das Verschwinden von Flug 370 der Malaysia Airline am 8. März 2014 ist einer der mysteriösesten Fälle in der Geschichte der zivilen Luftfahrt. Australische Wissenschaftler vermuten nun den Absturzort des verschwundenen Flugs MH370 weit im Norden des Indischen Ozeans. Grundlage sind neue Strömungsberechnungen. Damit würde sich das Suchgebiet stark verkleinern. Gefunden wurde das Wrack bisher trotz intensiver Suche nicht - bis auf Teile, angeschwemmt an der Küste von La Reunion vor Afrika sowie an der Küste von Mosambik. Die Untersuchung der Trümmerteile bestätigte zunächst die Thesen der Ermittler, dass die Boeing unkontrolliert in den Ozean stürzte.

Laut eines Gutachtens im Dezember 2016 fand die Suche allerdings monatelang an der falschen Stelle statt. Die Experten vermuten darin, dass die MH370 über einem Areal weiter nördlich als zunächst angenommen abstürzte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Einsatzkräfte bereits über 14.000 Quadratkilometer Meeresboden im Indischen Ozean durchsucht. Schon jetzt ist klar, dass es sich um die teuerste Suche in der Geschichte der Luftfahrt handelt. Dabei könnten die Kosten noch weiter steigen, denn das Gutachten liefert Argumente für ein Weiterführen der Suche, die eigentlich im Januar 2017 eingestellt werden sollte.

In einer National-Geographic-Doku bezeichnete der Unfallermittler Malcolm Brenner das Verschwinden der Maschine als bisher größtes Rätsel der Luftfahrtgeschichte. Das Flugzeug war von Kuala Lumpur aus in Richtung Peking gestartet. Den letzten Kontakt mit einem Fluglotsen gab es am frühen Morgen des 8. März 2014. Danach verschwand Flug 370 von den Radarschirmen. Später stellte sich heraus, dass die Maschine noch stundenlang mit geänderter Route weitergeflogen sein muss, während die Kommunikationssysteme an Bord offenbar abgeschaltet wurden. Das letzte Signal sei von einer Region westlich von Perth in Australien aufgefangen worden, weitab von jeder Landemöglichkeit, sagte Malaysias Regierungschef Najib Razak. Die 239 Passagiere wurden deshalb für tot erklärt, auch um Entschädigungen zahlen zu können. Doch es gab Proteste, insbesondere der chinesischen Angehörigen. Einer von ihnen, Bian Liangwei, meinte: "Unsere Angehörigen sind verschollen. Wie können sie von uns erwarten, dass wir jetzt Entschädigung für den Tod unserer Verwandten beantragen. Das wäre ja als würden wir unsere Familien verkaufen. Wenn wir das täten, müssten wir für den Rest unseres Lebens mit dieser Schande leben."

MH370-Trümmerteil vor Mosambik gefunden. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
MH 17 Absturz in der Ukraine. | Bildquelle: picture-alliance/dpa/tagesschau
Air France Maschine (oben)/gefundene Wrackteile im Meer und auf dem Meeresgrund (unten.). | Bildquelle: picture-alliance/dpa, Kombo: ard.de
Gleiches Modell: Lockheed Super Constellation Tiger Line Flight, Karte Philippinen, Kombo: ard.de. | Bildquelle: gemeinfrei/Bill Larkins, Screenshot Google Maps
Karte des Atlantischen Ozeans südöstlich von Florida, mit eingezeichnetem Bermuda Dreieck (li.). Stürmische See (re.). | Bildquelle: picture-alliance/dpa, Kartographie: Kober-Kümmerly+Frey, Montage und Kombo: ard.de
Amelia Earhart (li.), Karte des Pazifischen Ozeans südöstlich von Japan, mit eingezeichnetem Teufelsmeer, auch  Drachen Dreieck genannt. | Bildquelle: picture-alliance/dpa, Kartographie: Kober-Kümmerly+Frey, Montage und Kombo: ard.de
Antoine de Saint-Exupéry/Titel: "Le Petite Prince"/P-38. | Bildquelle: picture-alliance/dpa, Kombo: ard.de
Planet Erde mit Arktis aus dem Weltall (li.), Sir John Franklin (re.). | Bildquelle: picture-alliance/dpa, Kombo: ard.de
Der Frachter MS München (unten) /Planung der Suchaktion im Atlantik (oben). | Bildquelle: picture-alliance/dpa, Kombo: ard.de
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