Urlaubsparadiese in Gefahr

Urlaubsparadiese in Gefahr

Klimawandel und Umweltzerstörung bedroht beliebte Reiseziele

Great Barrier Reef: Taucher berührt eine Riesenmuschel (links), Luftaufnahme des Great Barrier Reef (Mitte), Rote Lederkorallen (rechts), Kombination: ARD.de. | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Hoffnung für das Great Barrier Reef?

Schon lange wird das Great Barrier Reef im Nordosten Australiens als Sorgenkind gehandelt - als besonders problematisch schätzen Wissenschaftler die Korallenbleiche ein. Nach Ansicht der zuständigen Behörde NOAA sei die seit drei Jahren grassierende Bleiche jetzt abgeflaut. Laut NOAA-Koordinator Mark Eakin ist die Lage in der Karibik und im Pazifik aber weiter gravierend - allerdings weniger schlimm als in den vergangenen Jahren. Rund drei Viertel aller empfindlichen Riffe in den Weltmeeren wurden bereits durch zu warmes Wasser beschädigt oder zerstört.

Das Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens ist ein beliebtes Ziel von Tauchern und Schnorchlern. Zwei Millionen Touristen zieht das Weltnaturerbe jedes Jahr an. Doch Erderwärmung und Umweltverschmutzung bedrohen das Unterwasserparadies. Allein der Temperaturanstieg dürfte zu einem Massensterben der Korallen und damit auch der Meerestiere und Riffbewohner führen. Wissenschaftler befürchten weiterhin, dass die Anpassungsfähigkeit der Korallen nicht ausreichen wird.Gleichzeitig wachsen die Steinkorallen des größten Korallenkomplexes der Erde immer langsamer: Die Übersäuerung des Ozeans senkt den Kalkgehalt im Wasser und hindert die Nesseltiere am Wachsen. Chemische Düngemittel gelangen in die Riffe, begünstigen die Algenbildung und ersticken die jungen Korallen. Wenn der Mensch nicht gegensteuert, könnte das Great Barrier Reef schon bald zerstört sein. Brisant ist in diesem Zusammehang, dass die australische Regierung diese Probleme einfach aus dem UN-Klimabericht streichen lässt - um Fischerei und Tourismus nicht zu gefähren.

Great Barrier Reef: Taucher berührt eine Riesenmuschel (links), Luftaufnahme des Great Barrier Reef (Mitte), Rote Lederkorallen (rechts), Kombination: ARD.de. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Blick auf eine einsame Insel der Malediven. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Luftaufnahme von Sylt, der größten der Nordfriesischen Inseln, aufgenommen im August 1990. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Salzablagerungen am Westufer des Toten Meeres nahe En Gedi. (Aufnahme vom 6.3.2001). | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Ein ausgetrocknetes Flußbett und Bodenerosion in der spanischen Provinz Aragon. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Blick aus einer Eisgrotte des Rhonegletschers auf dem Furkapass in den Schweizer Alpen unweit von Goms. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Eine Eisbärenmutter marschiert mit ihren beiden Jungen auf Futtersuche über Eisschollen im Gebiet der Nordwest-Passage in Kanada. | Bildquelle: picture-alliance/dpa
Venedig (Markusplatz) überflutet von Hochwasser - und von Touristenmassen, Kombination: ARD.de . | Bildquelle: picture-alliance/dpa
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