Friedensnobelpreisträger

Friedensnobelpreis

Preisträger im Kurzporträt

Martin Luther King 1963 in Washington während einer Demonstration vor über 100000 Menschen. | Bildquelle: picture-alliance/dpa

1964: Ich habe einen Traum - Martin Luther King

Am 28. August 1963 hielt der schwarze Baptistenpfarrer Martin Luther King in Washington seine legendäre Rede "I have a dream". Er beschrieb darin seinen Traum von einer Gesellschaft, in der die Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden. Etwa 250.000 Menschen nahmen an dem Marsch teil, der als Höhepunkt der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung gilt.

Obwohl die Sklaverei in den Vereinigten Staaten offiziell 1863 abgeschafft worden war, änderte sich an den Lebensbedingungen der meisten Afroamerikaner wenig. Viele waren arm, hatten keine Schulbildung und keinen Zugang zu höheren Gesellschaftsschichten. Das Wahlrecht existierte vielerorts nur auf dem Papier, bis in die 1950er Jahre praktizierten die Südstaaten strikte Rassentrennung - "For whites only"-Schilder versperrten Schwarzen den Zutritt.

Mitte der 1950er Jahre formierten sich erste Bürgerrechtler gegen die Ungerechtigkeiten, an der Spitze der junge Martin Luther King. "Unsere Wehrlosigkeit ist unsere Waffe, und unsere Schutzlosigkeit ist unsere Macht", war seine Maxime, mit diesen gewaltlosen Prinzipien erregte er weltweite Aufmerksamkeit. 1964 wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen.

Am 4. April 1968 wurde der erst 39-jährige Martin Luther King von dem weißen Rassisten James Earl Ray erschossen.

Martin Luther King, US-amerikanischer Pfarrer und Bürgerrechtler

* 15. Januar 1929 in Atlanta (Georgia), † 4. April 1968 in Memphis (Tennessee)

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