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Walgesänge aus der Tiefe

Wie sich die Riesen der Ozeane unterhalten

Großer Schwertwal. | Bildquelle: picture-alliance/dpa Audio Audio

Große Schwertwale - Familienanhänger mit Mundart

Die Familien des Großen Schwertwals haben eigene Dialekte, denn sie kommunizieren mit familieninternen Erkennungsrufen. Deshalb klingen die Gesänge des Großen Schwertwals, auch Orca oder Killerwal genannt, sehr unterschiedlich. An ihren verschiedenen Dialekten können die Wissenschaftler sie erkennen. Die Mundarten sind mutmaßlich der Grund dafür, dass sich Schwertwale aus unterschiedlichen Regionen in der Gefangenschaft nicht vertragen - weil sie sich nicht "verstehen".

Im Allgemeinen zählen die Gesänge der Wale zu den großen Geheimnissen der Ozeane. Seit Jahrzehnten versuchen Meeresforscher, sie zu entschlüsseln - mit Unterwassermikrofonen und Spezialgeräten. Doch das ist schwierig, denn die Gesänge der Wale liegen meist außerhalb des Hörbereichs des Menschen von rund 20 bis 20.000 Hertz. Einige Wale singen bis zu einer Höhe von 135.000 Hertz, andere Wale wie Blauwale auf einer Tiefe von rund 20 Hertz. Um die Auswirkungen der Wal-Kommunikation berurteilen zu können, müssten die Forscher den Walen außerdem für längere Zeit folgen - ein schwieriges Unterfangen, wenn sich Paarung und Nahrungssuche tief unter der Meeresoberfläche abspielen.

Sicher ist bislang: Wale verständigen sich untereinander mit Quiektönen, Pfiffen und langem Brummen. Zur Orientierung und Ortung per Echo senden Zahnwale (u.a. Pottwale, Schweinswale und Große Schwertwale) außerdem Klicks im Ultraschallbereich aus. 

Wissenschaftlicher Name: Orcinus orca

Gesang: langgezogenes Schreien

Länge: 7 bis 9,5 m

Gewicht: 3,5 bis 7 Tonnen

Nahrung: Fische, Robben und Wale

Verbreitung: in allen Weltmeeren, besonders in kühlen Bereichen

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