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09.02.2012

Wir sind eins. ARD
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Mitglieder der ARD

Beginn des Inhaltes

Westdeutscher Rundfunk (WDR)

seit 1955/56 Landesrundfunkanstalt von Nordrhein-Westfalen, seit ihrer Gründung Mitglied der ARD, größte ARD-Anstalt. Rund 34. 000 qkm großes Sendegebiet mit knapp 18,0 Millionen Einwohnern, in dem 8,9 Mio Hörfunk- und gut 7,9 Mio Fernsehgeräte angemeldet sind. Sitz: Köln.
In der ARD hat der WDR u. a. die Federführung für Fragen der Entwicklungsländer, die GEMA, Urheberrechtsfragen und den zentralen Gebühreneinzug. Bei ihm angesiedelt sind die Gebühreneinzugszentrale, das Büro für Rundfunkkommunikation und die Zentrale Dispostelle von ARD und ZDF sowie der Ereignis- und Dokumentationskanal PHOENIX. Außerdem betreut er das gemeinsame Verbindungsbüro der ARD bei der Europäischen Union in Brüssel.

Vorläufer

1924 bis 1926 die zunächst private, später halbstaatliche WEFAG (Westdeutsche Funkstunde AG, Münster); 1927 bis 1933 die WERAG (Westdeutsche Rundfunk AG, Köln); 1933 bis 1934 die voll verstaatlichte Westdeutscher Rundfunk GmbH; 1934 bis 1945 der Reichssender Köln; 1945 bis 1947 der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR), der Besatzungssender für die gesamte britische Zone, der 1948 in deutsche Hände überging. Der Fernsehbereich des NWDR existierte bis 1961 als Nord- und Westdeutscher Rundfunkverband (NWRV), gemeinsam getragen von WDR und NDR, fort.

Rechtsgrundlagen

vor allem das 1985 völlig neu gefasste WDR-Gesetz in der Fassung vom 8. 12. 2009. Danach hat der WDR die Aufgabe, für die Allgemeinheit bestimmte »Darbietungen aller Art in Wort, in Ton und in Bild« zu veranstalten und zu verbreiten sowie die hierfür erforderlichen sendetechnischen Anlagen zu errichten und zu betreiben und neue Techniken zu nutzen. Sein Programm hat der Information, Bildung und Unterhaltung zu dienen; Beiträge zur Kultur, Kunst und Beratung sind anzubieten; der regionalen Gliederung und der kulturellen Vielfalt des Sendegebiets soll Rechnung getragen werden. Weiteres regelt ein ausführlicher Katalog von Programmgrundsätzen.

Programme

fünf eigene Hörfunkprogramme (1LIVE, WDR 2, WDR 3, WDR 4 und WDR 5 mit Funkhaus Europa), vier zusätzliche Radio-Angebote (1LIVE diggi, WDR Event, KIRAKA sowie der Verkehrskanal VERA), ein eigenes Drittes Fernsehprogramm (WDR Fernsehen) mit eigenem Videotextdienst (WDR-Text), ein 21,3-Prozent-Anteil am Ersten Deutschen Fernsehen / Das Erste, Beteiligungen an den Satellitenprogrammen 3sat, ARTE, KI.KA und PHOENIX sowie an ARD Digital, Beteiligung am Deutschlandradio, eigene Online-Angebote unter wdr.de.

Organisation

Wichtigstes Aufsichtsgremium ist der Rundfunkrat, der die Interessen der Allgemeinheit vertritt. Das Gremium besteht aus 47 Mitgliedern, 13 vom Landtag gewählten, 21 von gesellschaftlichen Institutionen entsandten, zehn aus den Bereichen Publizistik, Kultur, Kunst und Wissenschaft und je einem aus dem Kreis der älteren Menschen, Behinderten und ausländischen Mitbürger. Das zweite Kontrollgremium, der vorwiegend mit ökonomischen Befugnissen ausgestattete Verwaltungsrat, hat neun Mitglieder, darunter zwei vom Personalrat entsandte.
Die Verantwortung für die Programmgestaltung und den gesamten Betrieb des WDR trägt ein vom Rundfunkrat für sechs Jahre gewählter Intendant bzw. eine Intendantin. Darunter gliedert sich die Anstalt in Programmdirektionen für Hörfunk und Fernsehen, ein Justiziariat, eine Direktion für Produktion und Technik sowie eine Verwaltungsdirektion. Für den WDR tätig sind zahlreiche freie und 4. 160 festangestellte Mitarbeiter (2010).

Finanzen

2010 erzielte der WDR Erträge in Höhe von 1,379 Mrd Euro, davon rund 1,133 Mrd Euro aus Rundfunkgebühren. Weitere wichtige Einnahmequellen sind: Rundfunkwerbung und Erträge aus Koproduktionen, Kofinanzierungen, Programmverwertungen etc. Beim WDR gibt es in drei Hörfunkprogrammen und werktags vor 20.00 Uhr im Ersten Fernsehprogramm Werbung. Beauftragt mit deren Beschaffung und Ausführung ist eine Tochtergesellschaft (WDR mediagroup GmbH).

Infrastruktur

Funkhäuser in Köln und Düsseldorf, Studios in Bielefeld, Bonn, Dortmund, Duisburg, Köln und Münster, in Aachen, Essen, Siegen und Wuppertal, ein Hörfunk- und ein Fernsehstudio im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin, Büros in Arnsberg, Detmold, Kleve, Paderborn und Rheine. An dem gemeinsamen Auslandskorrespondentennetz der ARD ist der WDR vor allem mit Korrespondenten in Amman, Brüssel, Moskau, Nairobi, New York, Paris, Warschau und Washington beteiligt. Er verfügt über vier eigene Klangkörper: das WDR Sinfonieorchester Köln, den WDR Rundfunkchor Köln, das WDR Rundfunkorchester Köln und die WDR Big Band Köln.
Für die Verbreitung seiner Programme nutzt der WDR sowohl terrestrische Sendernetze als auch Satelliten und Kabelnetze sowie partiell das Internet. Die Hörfunksender und ein Teil der DVB-T-Sender für das Fernsehen gehören ihm selbst, werden von ihm unterhalten und ausgebaut. Für die übrige terrestrische Programmverbreitung bzw. zur (ergänzenden) Verbreitung via Satellit und Kabel wird auf Kapazitäten der Telekom bzw. anderer Satellitenunternehmen und Netzbetreiber zurückgegriffen.

Quelle: ABC der ARD | Stand: 08.02.2012

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