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08.02.2012

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ARD/ZDF-Online-Studie 2006

Hohes Interesse an mobiler Mediennutzung

Stark angestiegen ist das Interesse an mobiler Mediennutzung: 34 Prozent der Onliner verfügen bereits über die Möglichkeit, via Laptop und Handy ins Netz zu gehen.

Frau am Laptop Foto: jupiterimages


Internet-Nutzer in Deutschland bewegen sich immer schneller im Netz: Mittlerweile verfügt rund die Hälfte aller Onliner (48 Prozent) über einen Breitbandanschluss. Dies entspricht einem Zuwachs gegenüber 2005 von 12 Prozentpunkten. In Verbindung mit einer Flatrate für den zeitlich unbegrenzten Internetzugang, über die 50 Prozent der Onliner abrechnen (2005: 18 Prozent), können "breitbandige Angebote" wie Video- und Audiobeiträge über das Internet komfortabel abgerufen werden. Für Fernseh- und Hörfunkanbieter sind Streaming- bzw. Download-Angebote besonders interessant, da diese vor allem von ihrem Publikum nachgefragt werden. Zu diesen Ergebnissen kommt die ARD/ZDF-Online-Studie 2006, die die ARD/ZDF-Medienkommission in Auftrag gegeben hat. Innerhalb dieser bundesweiten Repräsentativstudie wurden im April dieses Jahres 1.820 Erwachsene in Deutschland befragt.

Nachfrage nach mobilem Fernsehen wächst

Stark angestiegen ist das Interesse an mobiler Mediennutzung: 34 Prozent der Onliner verfügen bereits über die Möglichkeit, via Laptop und Handy ins Netz zu gehen. Weitere 16 Prozent planen den mobilen Empfang. Parallel dazu wächst die Nachfrage nach mobilem Fernsehen: 44 Prozent der Internet-Nutzer bekunden starkes Interesse, wobei als Empfangsgerät der Laptop vor dem Handy und dem Organizer rangiert.

Veränderte Seh- und Nutzungsgewohnheiten

Markus Schächter, Vorsitzender der ARD/ZDF-Medienkommission und Intendant des ZDF, hebt hervor, dass "mit neuen digitalen Nutzungsformen und Vertriebswegen die Medienmärkte immer mehr zusammenwachsen. Diese strukturellen Änderungen stellen auch Fernsehsender vor eine grundlegend neue Situation: Technische Konvergenz, Breitband-TV auch über das Internet, Individualisierung von Nachfrage und Angebot, Mobilität und Zeitunabhängigkeit werden die Seh- und Nutzungsgewohnheiten der Zuschauer stark ändern. In einer solchen Medienlandschaft wird die Bedeutung eines unabhängigen, in Breite, Vielfalt und Tiefe seines Programms zuverlässigen öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der ohne Zusatzkosten für alle sendet, noch wichtiger als bisher."

Öffentlich-rechtliche Inhalte auf allen Plattformen

Der stellvertretende Vorsitzende der ARD/ZDF-Medienkommission und Intendant des Hessischen Rundfunks, Dr. Helmut Reitze, betont, dass dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch in Zukunft alle digitalen Vertriebswege offen stehen müssen: "Es sind mitnichten nur die viel zitierten jungen 'Trendsetter', die Musik-Clips 'mobil' nachfragen. Vielmehr erwartet gerade das Kernpublikum der öffentlich-rechtlichen Anbieter, dass deren qualitativ hochwertige Inhalte auf allen Plattformen – unabhängig ob mobil oder stationär – präsent und auffindbar sind."

59,5 Prozent der Bevölkerung online

Insgesamt sind 38,6 Millionen Erwachsene in Deutschland, das sind 59,5 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren, online. Damit steigt die Zahl der Internet-Nutzer weiter an: Gegenüber dem Vorjahr (57,9 Prozent) kamen 1,2 Millionen "neue" Anwender hinzu.



ZDF-Pressestelle / Hessischer Rundfunk, Kommunikation

Stand: 06.07.2006

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