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Teil 3: Interview mit einem Bud-Spencer-Fan
"Vielleicht ruft er ja mal an"
Michael Maaß, 35, ist bereits seit seiner Kindheit glühender Bud-Spencer-Fan. Gemeinsam mit Gleichgesinnten betreibt er die Website SpencerHill.de. Dabei handelt es sich um das umfangreichste deutschsprachige Fan-Projekt zu Bud Spencer und Terence Hill. Im Forum werden Fantreffen geplant und Materialien gesammelt.
ARD.de: Fällt Ihnen eine besondere, persönliche Anekdote ein, wenn Sie an Bud Spencer denken?
Michael Maaß: Als die Fan Seite 1999 an den Start ging, traute sich noch niemand öffentlich zuzugeben, dass er die Filme von Bud Spencer und Terence Hill gerne gesehen hat oder dies sogar noch immer tut. Ich war von dem Erfolg der Seite ziemlich überrascht und freute mich aber besonders, dass man nach nur wenigen Jahren kaum noch ein Raunen hörte, wenn man sagt, ich schaue Bud Spencer und Terence Hill. Heute geben dies sogar Promis wie Stefan Raab oder Oliver Kalkhofe gerne zu, ohne sich dafür zu schämen.
Seit wann sind Sie Fan von Bud Spencer?
Ich kann mich gut daran erinnern, welchen Film ich als erstes gesehen hatte. Es war "Auch die Engel essen Bohnen". Ich glaube sogar, das war ein Samstag und ich habe ihn mit meinem Vater geschaut. Da war ich ziemlich jung, ich weiß aber nicht wie alt. Dieser Tag war ausschlaggebend dafür, was ich heute mache.
Haben Sie einen Lieblingsfilm?
Eigentlich nicht, ich unterteile die Filme in "sehr gut", "gut" und "mittelmäßig". Zu den sehr guten gehören für mich auf jeden Fall "Zwei außer Rand und Band", "Die rechte und die linke Hand des Teufels", "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" und noch ein paar mehr.
Was macht die Spencer-Filme bis heute so kultig?
Es ist einfach reine Unterhaltung, es sind die kultigen Sprüche und eben die Schlägerein, die wie eine Art Comic sind, denn im Endeffekt kommt niemand zu Schaden und es fließt kein Blut.
Wie viele Filme können Sie mitsprechen?
Das hätten Sie vor fünf Jahren fragen sollen, jetzt werde ich selbst langsam vergesslich und ich denke, ich komme noch auf maximal zehn Filme.
Hatten Sie schon einmal Kontakt zu Bud Spencer?
Nein, bisher nicht, ich bin auch nicht derjenige, der in dieser Hinsicht aktiv wird. Ich hab zwar auch schon einige Promis auf Flughäfen und Veranstaltungen getroffen, aber ich lasse sie lieber in Ruhe. Vielleicht ruft Bud Spencer mich ja mal an. (lacht)
Welche Frage würden Sie ihm gerne stellen?
Warum der Film "Plattfuss in Rio" nicht gedreht wurde, den er in einem Interview von 1980 schon angekündigt hatte. Die "Plattfuß"-Reihe war ja sehr erfolgreich.
Sie veranstalten Bud Spencer Fantreffen mit Armdrücken und Bohnenessen. Feiern Sie und andere eingefleischte Fans so auch seinen 80. Geburtstag?
Ich denke, da wird es einige geben, in Leipzig steigt ja auch eine Party, aber ich hab einen zweieinhalb Jahre alten Sohn, der freut sich aktuell mehr über Halloween als über Bohneneintopf. Aber ich denke, bis zum 85. Geburtstag von Bud Spencer werden sich die Prioritäten meines Sohnes geändert haben.
Gibt es etwas, das Sie Bud Spencer zum 80. Geburtstag wünschen?
Ich wünsche ihm, dass er noch sein langes Leben bei guter Gesundheit genießen kann.
Das Interview führte Sonja Kaute
Stand: 01.11.2009
Bud Spencer wird 80
Inhalt:
- Teil 1: Bohnen, Doppel-Backpfeifen und Narkosehämmer
- Teil 2: Aus Dr. jur. Carlo Pedersoli wird Bud Spencer
- Teil 3: Interview mit einem Bud-Spencer-Fan





