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Urban-Art-Festival "Cityleaks" | Köln | 5. bis 25. September 2011
Ist das etwa Kunst?
Rachel Schröder
Graffiti, Plakate und Schriftzüge im öffentlichen Raum polarisieren: Schmierereien sagen die einen, Kunst die anderen. Was treibt die Sprayer und Maler dazu, ihre Werke illegal auf Wänden zu hinterlassen? Eine Video-Spurensuche in Köln zum Start des ersten internationalen Urban-Art-Festivals "Cityleaks".
Sie ziehen nachts um die Häuser und sprühen Graffiti an die Wände, kleben Plakate oder packen Straßenlaternen in bunte Strickwämschen. Was in den 1970er-Jahren in der New Yorker Graffiti-Szene begann, ist längst eine eigenständige Kunstform. Urban Art bedeutet Kunst im öffentlichen Raum, egal ob sie als Malerei, Installation oder Performance entsteht, in der realen oder der virtuellen Welt.
Für die Kölner Künstlerin Pau Quintanajornet sind es die unendlichen Variationen und Medien, die diese Kunstform ausmachen. "Urban Art ist für mich, dass man sich mit seiner Umgebung beschäftigt und die Stadt als Leinwand wahrnimmt", erklärt die Malerin mit chilenischen Wurzeln. Für sie ist Urban Art viel mehr die Notwendigkeit, in der Stadt zu intervenieren und die Menschen mit bunten Malereien vom grauen Urbanen abzulenken.
Urban Art - eine Spurensuche in Köln
Die vielen bunten Tags, Plakate und Graffiti-Gemälde nennt die Künstlerin Pau Quintanajornet "Futter für die Seele". Doch für viele Hausbesitzer, die morgens auf neu gestaltete Fassaden blicken, sind es "Schmierereien" und "Verschandelungen der Innenstädte". Die "Schäden", wie Gegner die häufig illegalen Interventionen nennen, gehen in die Millionenhöhe. Erst kürzlich wurde der Hamburger Sprayer "Oz" wegen Sachbeschädigung zu 14 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Einzelne Kommunen stellen "legale" Flächen zur Verfügung, auf denen sich Künstler ausdrücken können.
Das ist auch die Motivation der Veranstalter des ersten deutschen Urban-Art-Festivals CityLeaks in Köln, das am 5. September gestartet ist. "Köln ist Brachland, was Urban Art angeht", sagt Ron Voigt vom Verein Colorrevolution. Deutsche und internationale Künstler sollen deshalb in den drei Festivalwochen auf legalen Flächen malen: Witzige, aber auch sozialkritische Motive. Und noch etwas will das Festival erreichen: Die Künstlererosion stoppen. "Leider sind in den letzten Jahren viele Künstler nach London, Barcelona oder New York abgewandert", sagt Kuratorin Anne Scherer. Ende September wird die Stadt jedenfalls um einiges bunter sein.
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Doch ich denke es ist eine tolle Art sich mitzuteilen fernab vom Museum, frei und für jeden zugängliche Kunst! Diese Idee gefällt mir. Die Städte leben dadurch erst richtig... es ist ein anonymer Austausch, wenn man sich darauf einlässt, kann sie einem den tag verschönern oder zum Nachdenken anregen (Banksy)...

Stand: 05.09.2011




