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23.05.2012

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Deutsche Geschichte

Beginn des Inhaltes


Papierschnipsel von Akten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) liegen am Montag (11.01.2010) in der Stasi-Unterlagenbehörde in Berlin in einem Sack.  Foto: picture-alliance/dpa

ARD.de-Spezial: Das Ministerium für Staatssicherheit

Der Spitzelapparat der DDR

Am 8. Februar 1950 bestätigte die Volkskammer die Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit. Die Stasi entwickelte sich mehr und mehr zu einer Geheimpolizei, die die Bürger der DDR bespitzelte, bedrohte oder gar wegsperrte. Nach der Wende hinterließ die Behörde nicht nur säckeweise geschredderte Akten, sondern Risse, die quer durch Freundschaften und Familien verliefen. Ein historischer Blick mit Berichten von Zeitzeugen und Stasi-Opfern.


Die Stasi-Zentrale aus der Luft: 49 Bürohäuser, 38 Abteilungen, 50.000 Quadratmeter Bürofläche und ein Gefängnis Foto: rbb/BStU

Geheime Orte

Die Stasi-Zentrale: Sitz der DDR-Geheimpolizei

Nichts war in der DDR so geheim wie die Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Ostberlin. Auf fast zwei Quadratkilometern residierte hier bis 1990 die gefürchtete Geheimpolizei der DDR, die Stasi. Knapp 10.000 MfS-Mitarbeiter hatten hier ihren Arbeitsplatz. [rbb]


Das Amt für Nationale Sicherheit der DDR, ehemals Ministerium für Staatssicherheit, im Ostberliner Bezirk Lichtenberg. (Aufnahme vom 15.12.1989) Foto: picture-alliance/dpa

Funktion und Organisation

Das Ministerium für Staatssicherheit

Die Stasi entwickelte sich zum streng militärisch organisierten Geheimdienst, der zugleich Funktionen einer Geheimpolizei wahrnahm. Unter Minister Erich Mielke wuchs das MfS in drei Jahrzehnten von rund 13.000 auf mindestens 85.500 hauptamtliche Mitarbeiter an. [mdr]


Blick durch Zellenklappe, Gedenkstätte Stasi Untersuchungsgefängnis, Rostock Foto: NDR/Fotograf: Nils Zurawski

Lexikon: Stasi-Untersuchungshaft

Politische Häftlinge gab es offiziell nicht

Formal war die U-Haft der Stasi eingebettet in die Strafprozessordnung der DDR. "Beschuldigte" landeten in einer der 17 Stasi-Untersuchungshaftanstalten. Die zentrale Einrichtung befand sich in Berlin-Hohenschönhausen und war auf keinem Stadtplan zu finden. [mdr]


Ein Mann steht am Samstag (16.01.2010) im Archiv der Birthler-Behörde in Berlin. Foto: picture-alliance/dpa

Geständnisse von Stasi-Spitzeln

Macht, Moral und Überzeugungen

Warum wird jemand zum Spitzel? Gibt es moralische Grenzen des Verrats? Nur wenige Inoffizielle Mitarbeiter, die im Dienste der Stasi standen, sprechen 20 Jahre nach dem Mauerfall offen über ihre Vergangenheit. Eine Ausnahme sind Christina Kanyarukiga und Helmut Teichmann.  [dlr]


Marianne Birthler Foto: picture-alliance/dpa

Marianne Birthler

Interview: Herrin der Stasi-Unterlagen

Marianne Birthler steht als "Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR" einer Dienststelle vor, die ihren Namen trägt. Im Interview spricht sie darüber, wie sehr sie um deren Erhalt kämpft.  [rb]


Akten von inoffiziellen Mitarbeitern (IM) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) lagern am 11.01.2010 in der Stasi-Unterlagenbehörde in Berlin. Foto: picture-alliance/dpa

Jahresschau 1992

Video: Jeder kann Akteneinsicht nehmen

Seit dem 1. Januar 1992 können Ostdeutsche und auch Westdeutsche Einsicht in ihre Stasi-Akte nehmen. Ein Drittel der Bürger der neuen Länder gab damals an, die Möglichkeit nutzen zu wollen. Entsprechend groß war der Ansturm. Allein 1992 wurden 500.000 Anträge gestellt. [rbb]


"Stasi auf den Mond - keiner wird verschont" und "Nie wieder Stasi SED nee" steht auf Plakaten von Demonstranten am 15.01.1990 in Ostberlin Foto: picture-alliance/dpa

Chronik

Video: Sturm auf die Stasi-Zentrale

Am 15. Januar 1990 folgen etwa 100.000 Demonstranten einem Aufruf der Bürgerrechtsgruppe Neues Forum und versammeln sich vor der Stasi-Zentrale in Berlin. Plötzlich wird das Gebäude von innen geöffnet, die Demonstranten strömen in den Komplex. [rbb]


Der Historiker Walter Süß Foto: ard.de

Zeitzeuge Walter Süß

Audiogalerie: Wie kam es zur Besetzung der Stasi-Zentrale?

Walter Süß erlebte den politischen Umsturz in der DDR hautnah mit: Zunächst beschäftigte er sich als Wissenschaftler mit dem Regime, ab Sommer 1989 berichtete er als Journalist über dessen Sturz. Auch beim Sturm auf die Stasi-Zentrale war er vor Ort. [audiogalerie]


Joachim Gauck Foto: Random House, Fotograf: Jonas Maron

Joachim Gauck

Interview: Steter Mahner gegen das Vergessen

Kaum ein anderer Name ist so eng mit der Aufarbeitung der Stasi-Akten verknüpft wie seiner: Joachim Gauck. Nun hat der ehemalige Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde seine Lebenserinnerungen geschrieben – ein politischer und sehr persönlicher Rückblick.  [rb]

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