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23.05.2012

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Sinti & Roma in Europa

Beginn des Inhaltes


Sozialwissenschaftlerin sitzt zwischen Rom und Roma vor einem Haus, im Hauseingang Frau mit Kind auf dem Arm Foto: Policy Center for Roma and Minorities | www.policycenter.eu

ARD.de-Spezial über Europas größte Minderheit

Stigmatisiert, verfolgt, vertrieben

Nicht nur in Frankreich und Ungarn kämpfen die Roma gegen Stigmatisierung. Auch andere europäische Länder wollen die "Gitans", "Zigeuner" oder "Gypsies" nicht in ihrem Land. Woher kommen Sinti und Roma und wo leben sie heute? Warum sind sie in vielen Ländern so unbeliebt? Und was wird gegen die Diskriminierung unternommen? Ein ARD.de-Spezial sucht Antworten.


Pferdewagen von Roma nahe der rumänischen Hauptstadt Bukarest 2001 Foto: picture-alliance/dpa

Historischer Hintergrund

Geschichte der Diskriminierung

Zum ersten Mal wurden Roma in Europa im Byzanz des 11. Jahrhunderts erwähnt. Wo immer sie auftauchten, zogen sie wegen ihrer unorthodoxen Lebensweise die Verwunderung der Einheimischen auf sich - und die Wut der Kirche. Der Beginn einer langen Geschichte der Diskriminierung. [swr]


Aus Frankreich abgeschobene Roma sitzen neben ihrem Gepäck kurz nach der Ankunft auf dem Flughafen in Bukarest/Rumänien Foto: picture-alliance/dpa

Politik der EU-Staaten

Ausgegrenzt und abgeschoben

Die Situation der meisten Roma in Europa ist geprägt von Armut, Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung. Sie sind in den Schlagzeilen, weil Frankreich sie abschiebt. Doch die Prozedur ist nicht neu - nur die Methode. Auch andere Länder schieben ab. Selbst Finnland und Dänemark. [arte]


EU-Parlamentarier bei einer Abstimmung im Europäischen Parlament im September 2010 anlässlich der Roma-Politik Frankreichs  Foto: picture-alliance/dpa

EU-weite Diskussion

"Es geht hier nicht um Geld"

Die EU-Kommission nehme es seit Jahrzehnten hin, dass Roma in Europa diskriminiert werden, sagt Roma-Vertreter Rudko Kawczynski. Die EU sei gefordert, bei ihren Mitgliedsstaaten auf die Einhaltung der Menschenrechte zu drängen. Und nicht nur Geld zur Verfügung zu stellen. [dlr]


Dotschy Reinhardt Foto: picture-alliance/dpa

Sinti und Roma in Deutschland

Audio: "Nach wie vor als Fremdkörper wahrgenommen"

Seit Generationen leben Sinti und Roma in Deutschland. So auch Dotschy Reinhardt, die aus einer Sinti-Familie stammt und in Ravensburg aufwuchs. Dennoch fühlt sich die Jazz-Musikerin immer noch häufig als Fremdkörper wahrgenommen. Im Interview kritisiert sie, dass die Politik das Thema bisher vernachlässigt habe. [br]


Roma trägt ein zerbrochenes PVC-Fenster vor Plattenbauten in Bukarest/Rumänien, Dezember 2006. Foto: picture-alliance/epa Robert Ghement

Roma in Rumänien

Video: "Heute habe ich einen Euro verdient"

In den Fußgängerzonen von Sibiu sind Roma kaum zu sehen, denn: Bettler sind verboten. Auch wenn sie hart arbeiten und von einem besseren Leben im Ausland träumen, die Mehrheit der Roma in Rumänien lebt ausgegrenzt, in ärmlichen Verhältnissen. Eine Reporterin versucht zu verstehen, warum. [dw]


Razzia von SS und Polizei bei Sinti und Roma in Schwaben während des Nationalsozialismus, undatiert Foto: picture-alliance/akg-images

Nationalsozialismus

Der Völkermord an den Sinti und Roma

Etwa eine halbe Million Sinti und Roma fielen dem Rassenwahn der Nationalsozialisten zum Opfer. Josef Muscha Müller wurde von den Nazis als "Zigeunermischling" registriert und im Namen der "Volksgesundheit" zwangssterilisiert. Seine Vergangenheit hat er in einem Buch verarbeitet. [3sat]

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