Nominiert für den ARD Online Award
:: Abgesoffen ::
Zwei Auftragskiller murksen in Spanien gegen Bezahlung illegale Immigranten ab. Doch bei Nummer 29 kriegen sie es mit der Angst zu tun. Denn statt auf die Entsorgungs-Masse blicken sie auf einmal in ein menschliches Antlitz.
Zwei Auftragskiller fahren vom Landesinnern Spaniens an die Küste von Gibraltar. Im Kofferraum: Ein Toter, der 29. nordafrikanische Immigrant, den sie gegen Bezahlung abgemurkst haben. Eigentlich ist es nur ein Job, den sie machen, kein schöner, aber ein lukrativer.
So fahren sie durch die Nacht, redend. Quasseln über das Universum und die Masturbation, über die Vergebung angesichts des letzten Liebesverrats und den Tod, über Aids und Sex und und und.
Die eigene Angst im Einerlei-Gebrabbel
Unter den Versatzstücken des Alltäglichen scheint ein philosophischer Diskurs auf, im politpopulistischen Gepoltere die gesellschaftlichen Vorurteile, Legitimationsmechanismen und Verdrängungstechniken, im Einerlei-Gebrabbel das eigene kleine Leben, die eigene Angst. Denn zumindest einer der Auftragskiller redet auch an gegen seinen Zweifel, gegen das schlechte Gewissen, gegen das unerwartete Angerührtsein, weil er statt auf die Entsorgungs-Masse auf einmal in ein menschliches Antlitz blickte.

Es ist nicht der erste Mord- und nicht der letzte. Die Killer diskutieren, ob man nun Gewissensbisse haben müsste – aber schließlich sind es ja nur "Moros".

"Eines Tages schnappen sie uns" – aber nur, wenn jemand einen Fehler macht. Das Töten ist nicht das Problem, wenn man es einmal getan hat.

Auch Killer haben Liebeskummer. Eines ist ihnen aber klar: Jeder versaut sich sein Leben selbst. Und das Leben kann kurz sein, vor allem für "Moros".
Mitwirkende
Bernhard Schütz
Thomas Loibl
Nach dem gleichnamigen Roman von Carlos Eugenio López
Aus dem Spanischen: Susanne Mende
Technische Realisation:Gerd-Ulrich Poggensee und Angelika Körber
Regie/Realisation: Irene Schuck
Regieassistenz:Roman Neumann
Redaktion:Susanne Hoffmann
Produktion: NDR 2008
Dauer: 66'18''
Vielen Dank für Ihre Kommentare!
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Ja, warum einfach wenn es auch fürchterlich kompliziert geht. :)
Cue-Split ? Warum sollte man den jetzt noch Anwender von irgendeiner DrittSoftware werden? Nichts für ungut, aber sowas bleibtmir völlig unverständlich.
Liebe Grüße
Werner
PS. Ich bin natürlich trotzdem dankbar für die Hörspiele.


Das sollte doch kein Problem sein!
Besorgen Sie sich den kostenl. Cue-Split und Sie können Ihre MP3 nach Belieben teilen oder zusammenfügen.
Ich mache das für den Player schon immer so, (z.Bsp. in 5-Minuten-Portionen) und kann deshalb diese Hörspiele in aller Ruhe in öffentlichen Verkehrsmitteln hören.
Weiter solche Hörspiele!


Aber eine mp3-Datei mit über eine Stunde Spielzeit geht gar nicht.
Schonmal versucht auf einem mp3-Player eine Stunde vorzuspulen? Oder auf der Stereoanlage? Das wird zur Tortur und funktioniert nur auf dem Computer. Und wer will schon ein Hörspiel vor dem Rechner genießen? Bitte max. 10 Minuten/Kaptitel. und ab ins zip-Archiv, Danke!

Stand: 22.10.2008
Der Autor
Carlos Eugenio López, geboren 1954 in Spanien, zählt zu den renommiertesten spanischen Gegenwartsautoren. Er hat bereits mehrere Romane und Erzählungen veröffentlicht (auf deutsch erschien: "Bordell der Toten") und wurde mehrfach ausgezeichnet. López lebt heute in London.
Die Nominierten




