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21.11.2009

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Beginn des Inhaltes

Deutscher Hörspielpreis der ARD

"Gras wachsen hören" gewinnt

Dieselben Hörspiele, die im ARD Online Award vom Publikum bewertet wurden, mussten sich auch der Kritik der Profis stellen. Die Jury aus Hörspielkritikern, Journalisten und Autoren vergab den Deutschen Hörspielpreis der ARD an "Gras wachsen hören" von Liquid Penguin Ensemble.

Abstimmverfahren Foto: ARD.de

In der Jurybegründung heißt es: "Den Deutschen Hörspielpreis der ARD verleihen wir einem Stück, das auf intelligente, leichte und methodisch bezwingende Art und Weise den Werdegang einer scheinbar neuen Wissenschaft nachzeichnet, die sich mit der Erforschung 'pflanzlich-menschlicher Beziehungsgeflechte' beschäftigt.

Wie ein Chamäleon passt sich das Stück der klassischen Form der Radiofeatures an. Humorvolle Miniaturen von loriotscher Qualität aus dem Schallarchiv des Instituts wechseln sich mit dem Jargon der Wissenschaftler ab. Deren Forschungsprojekte sind wegen der unterschiedlichen Zeitwahrnehmung von Mensch und Pflanze auf fast schon ewige Zeiten angelegt. 'Gras wachsen hören' spielt auf eigensinnige Weise mit den klanglichen und poetischen Möglichkeiten des Radios."

Lobend erwähnt wurden "Die Unmöglichen" von Paul Plamper und Julian Kamphausen sowie "Minutentexte" von Michael Baute und Volker Pantenburg.

Der Wettbewerb

Unter den zehn Produktionen, die von den Hörspiel-Redaktionen der ARD als beste des Jahres 2008 nominiert wurden, wurde der Hauptpreis des Festivals ausgelobt: der Deutsche Hörspielpreis der ARD. Während der Hörspieltage wurden die Einreichungen dem Publikum vorgestellt und nach dem gemeinsamen Hören von einer namhaften Fachjury öffentlich besprochen.

Den Juryvorsitz übernahm Hortensia Völckers, Vorstand und künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes. Nach den Jurydiskussionen hatte dann das Publikum die Möglichkeit, bei den Hörspielmachern nachzuhaken. Die festliche Verleihung, unter anderem mit dem ARD-Vorsitzenden und SR-Intendanten Fritz Raff, fand am Samstag, 8. November 2008, um 21 Uhr im ZKM_Medientheater statt. Die Aufzeichnung wird am 09. November ab 11 Uhr in hr2-kultur und SWR2 gesendet.


Jury des Deutschen Hörspielpreises der ARD 2008


Hortensia Völckers (Juryvorsitzende), Studium der Kunstgeschichte und Politologie in München; ab 1989 Organisation und Konzeption der Internationalen Tanzbiennale in München; Kuratorin diverser Projekte unter anderem am Theater am Turm in Frankfurt; Persönliche Referentin der Künstlerischen Leiterin Catherine David bei der documenta X in Kassel; von 1997 bis 2001 Co-Direktorin der Wiener Festwochen; seit 2002 Vorstand und Künstlerische Direktion der Kulturstiftung des Bundes.

Gerda Hollunder, Studium der Germanistik und Geschichte in München; seit 1968 freie Hörfunkjournalistin für den BR und ab 1971 Redakteurin in der Abteilung Familie und Gesellschaft beim WDR in Köln; ab 1988 Stellvertretende Leiterin und ab 1992 Leiterin des Programmbereichs "Kultur, Hörspiel und Unterhaltung" des WDR; 1994 bis 2004 Programmdirektorin beim DeutschlandRadio Berlin; seit 2004 ist Gerda Hollunder wieder als Freie Journalistin tätig.

Jochen Hieber, Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Göttingen; seit 1976 Kulturkorrespondent der "Süddeutschen Zeitung"  für Norddeutschland sowie freier Mitarbeiter der Wochenzeitung "Die Zeit" und des Deutschlandfunks in Köln; seit 1983 Feuilleton-Redakteur und Literaturkritiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", von 2001 bis 2005 zudem Moderator des "Weimarer Salons" im MDR-Fernsehen und von 2003 bis 2006 Kulturbeauftragter der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. 

Jochen Meißner, Studium der Germanistik, Philosophie und Politologie in Köln und Berlin. Seit 1993 freier Kultur- und Medienjournalist, Featureautor. Seit 1996 ständiger Hörfunkkritiker für den Medienfachdienst Funk-Korrespondenz. Mitglied verschiedener Jurys (Hörspielpreis der Kriegsblinden, Hörspiel des Monats, Deutscher Kinderhörspielpreis). Künstlerischer Leiter des jährlich stattfindenden Hörspielsymposions an der Eider, Rendsburg.

Theresia Walser, geboren 1967 in Friedrichshafen, besuchte von 1990 bis 1994 die Hochschule für Musik und Theater Bern, wo sie eine Schauspielausbildung absolvierte. Anschließend war sie zwei Jahre lang Ensemblemitglied am Jungen Theater Göttingen. 1998 wurde sie in der Kritikerumfrage der Zeitschrift "Theater heute" zur besten Nachwuchsautorin gewählt, 1999 zur besten deutschsprachigen Autorin, mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Schiller-Förderpreis des Landes Baden-Württemberg. Theresia Walser lebt in Freiburg im Breisgau.

Stand: 17.10.2008

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