Nominiert für den ARD Online Award
:: Amok Koma ::
Ein Mann diktiert einer jungen Frau einen Roman über einen Amoklauf. Doch bald verwischen sich die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. Wird er geschrieben, um den Amoklauf zu verhindern oder um ihn vorzubereiten?
Die Hauptfigur, ein Mann mittleren Alters, diktiert einer jungen Frau einen Roman. Darin geht es um den Amoklauf eines Mannes mittleren Alters, der unverkennbar die Züge der Hauptfigur trägt. Soviel ist klar, doch dann verwischen sich allmählich die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. Und auch zwischen den Genres: Denn jetzt geht es um die Verfilmung des Romans. Es geht darum, dass ein Mann einer jungen Frau ein Drehbuch diktiert.
Zwischen Hörspiel, Film und Videogame
Und je weiter wir in die Geschichte vordringen, um so mehr verlassen wir das sichere Terrain unserer gewohnten Wahrnehmungsmuster. Findet dieser Amoklauf nur im Roman statt? Oder im Film?
Oder doch in der Wirklichkeit? Wird er geschrieben, um ihn zu verhindern? Oder um ihn vorzubereiten? Ein faszinierend schillerndes Hörgeschehen öffnet sich, ein Fluktuieren zwischen Hörspiel, Film und Videogame, zwischen Bewusstsein und Unterbewusstem.

Noch ist es nur ein Text, den der Schriftsteller diktiert. Aber wer ist "Bernd Gudbrod" wirklich? Er hat viel mit dem Autoren selbst zu tun …

Im Schriftsteller brodelt es. Irgendetwas muss heraus. Irgendetwas wird passieren. Wird er wirklich nur seinen Roman schreiben?

Die Romanfigur Gudbrod scheint außer Kontrolle. Ist er ein Terrorist, ein Auftragskiller? Die Zielperson hat er jedenfalls schon im Visier.
Die Mitwirkenden
Mann 1 (Bernd Gudbrod): Alexander Radszun
Frau 1: Katharina Schmalenberg
Frau 2 (Monique): Nora Abdel-Maksoud
Kellnerin: Julia Gorr
Untertitel-Sprecherin: Anna Kurek
Mann 2: Thomas Morris
Sprecher Werbespot: Anouschka Trocker/Seby Ciurcina
Ton: Peter Avar
Schnitt: Iris König
Regie: Alfred Behrens
Assistenz: Teresa Schomburg
Dramaturgie: Regine Ahrem
Produktion: Rundfunk Berlin-Brandenburg 2007
Dauer: 54'09''
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Das Hoerspiel ist wie das reale Leben. Jeden Tag treffe ich Menschen, nehme Kontakt auf, erhalte kurze Einblicke in deren Erfahrungen. Manchmal ist es verstaendlich, manchmal kann ich mir keinen Reim drauf machen. ... Aber immer ist es interessant. Genau wie all die Bruchstuecke in dieser sich doch zusammenreimenden Geschichte.
Ich fand sie spannend und unterhaltsam.


Schade!!!
Ein trauriger Hörer



Stand: 22.10.2008
Der Autor
Alfred Behrens, geboren 1944 in Hamburg-Altona, absolvierte eine Lehre als Verlagskaufmann und ein Studium an der Meisterschule für Grafik, Druck und Werbung Berlin. Behrens war Programme Assistant bei der BBC London und schreibt seit 1969 Hörspiele. Unter anderem erhielt er den Hörspielpreis der Kriegsblinden 1973 ("Das große Identifikationsspiel"), den Frankfurter Hörspielpreis 1987, den Publikums-Hörspielpreis der Akademie der Künste Berlin 1987 ("Der Augenblick des Verlangens") und den Günter-Eich-Preis 2007. Behrens lebt als Autor und Regisseur in Berlin.
Die Nominierten



