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Nominiert für den ARD Online Award

:: Ingenieur Andrées Ballonfahrt zum Nordpol ::

Beginn des Inhaltes

Im Jahre 1897 machten sich ein schwedischer Ingenieur und zwei Begleiter in einem Gasballon auf den Weg zum Nordpol. Ihre toten Körper samt Ausrüstung fand man erst 33 Jahre später im Eismeer wieder.

Im Jahre 1897 unternahm der schwedische Ingenieur Salomon August Andrée den Versuch, in einem Gasballon den Nordpol zu erreichen. Er wurde begleitet von einem 27-jährigen Eisenbahningenieur und einem 25-jährigen Studenten der Physik und der Philosophie. Ihre toten Körper samt Ausrüstung fand man erst 33 Jahre später im Eismeer wieder.

Eislandschaft Foto: colourbox.com

Aus den verwitterten Aufzeichnungen war herauszulesen: Die Männer hatten nur etwa 300 km in ihrem Ballon zurückgelegt, als sie sich zu Fuß auf den Rückweg durch die Eiswüste machten.

Eingeschlossen in eine endlose Landschaft

"Ingenieur Andrées Ballonfahrt zum Nordpol" basiert auf den Tagebüchern und Briefen dieser Expedition. Die fragmentarischen Texte werden durch fiktive Dialoge ergänzt. So erleben wir drei sehr unterschiedliche Menschen - den Forscher, den Abenteurer und den Romantiker - in einer existenziellen Situation: eingeschlossen in eine endlose Landschaft und eine unbeirrbare Mission. Eine Geschichte über die Sinnsuche, die Technikgläubigkeit und das Scheitern.



Im Brief an seine Verlobte schildert Strindberg Andreés Zweifel vor dem Start. Dann geht es aber los, und die Bodenmannschaft schreit "Hurra!".

Eingeschlossen im Treibeis. Wie soll es weitergehen? Fraenkel ist verzweifelt, wütend, vor allem angesichts Andreés schier unerschütterlicher Ruhe.

Die Männer sinnieren, was sie zu dieser Expedition getrieben hat. Auch Andreé scheint jetzt zu resignieren- wie gern hätte er den Nordpol gesehen!


Mitwirkende

Ton: Dietmar Hagen
Schnitt: Hans-Peter  Ruhnert
Musik: David Darling
Regie: Walter Adler
Regieassistenz: Matthias Seymer

Andrée: Sylvester Groth
Fraenkel: Wolfram Koch
Strindberg: Matthias Koeberlin

Produktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2008

Dauer: 58'36''

 

Vielen Dank für Ihre Kommentare!

Viele Internet-Nutzer haben uns ihre Meinung zu: ":: Ingenieur Andrées Ballonfahrt zum Nordpol ::" geschrieben. Die Kommentar-Möglichkeit ist inzwischen beendet.

Charris Anastassiadis | 21.02.2009 | 22.40 Uhr
Fantasievoll, rührend und abendteurlich, dies wünsche ich mir
Strohmann, Heinz | 11.11.2008 | 19.16 Uhr
Warum stehen die Hörspiele nicht mehr zum Download bereit?

Die Online-Rechte für die Hörspiele des ARD Online Awards gelten nur für einen begrenzten Zeitraum, daher können wir sie nicht mehr zur Verfügung stellen. Die Hörspiele der "Premiere im Netz" können Sie jedoch weiterhin anhören und herunterladen.
Bernhard | 05.11.2008 | 16.18 Uhr
Nettes Hörspiel, etwas dünner Stoff. Die psychische Anspannung und die Panikattacken infolge der Erkenntnis des unausweichlichen Todes, der Sinnlosigkeit aller Anstrengungen, sowie der Idiotie des ganzen Unternehmens kamen ganz gut rüber. Ein wenig zu viel Gebrüll.
Fazit: Gut und hörenswert aber wohl nicht der Sieger.

Stand: 22.10.2008

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Eugen Ruge Foto: privat

Der Autor

Eugen Ruge, 1954 in Soswa (Uralgebiet) geboren, studierte in Berlin Mathematik und war dann wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde in Potsdam. Seit 1986 ist er freischaffender Autor und Regisseur. Anfang 1989 verließ er die DDR, lebte bis 1995 in Krefeld und seitdem wieder in Berlin. Er schreibt Filmszenarien, Theaterstücke und Hörspiele, zuletzt "Böhme stirbt in Neustrelitz" (ORB-SFB 2002), "Maulwurf sucht Seeadler" (RBB 2004), "Labyrinth" (RBB 2006).

Die Nominierten

 Standort:
© SWR 2012

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