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23.05.2012

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Radioempfang

Beginn des Inhaltes

Übertragungsarten für digitales und analoges Radio

Radio hören geht über viele Wege und Geräte - ob analog oder digital, ob UKW, Digitalradio, Satellit, Kabel oder Internet. Welcher Empfangsweg die beste Klangqualität bringt, erfahren Sie hier.

Röhrenradio und DAB-Empfänger. Montage: ARD.de






Beginn Texteinschub
Bei der analogen Übertragung entspricht das elektrische Signal in seinen Schwankungen dem akustischen. Bei der digitalen Übertragung werden die Informationen dagegen in binären Zahlenreihen (...0101...) weitergegeben.
Ende Texteinschub

Für den Empfang von Hörfunksignalen gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Signale werden terrestrisch, über Satellit, über Kabel oder per Livestream über das Internet übermittelt. Bis auf die Livestreams gelten diese Übertragungsarten sowohl für den analogen als auch für den digitalen Radioempfang.

Digitaler Empfang

Digitale Empfangstechnik funktioniert nach dem Prinzip "ganz oder gar nicht" (0 oder 1) - daher ist ein überlagerndes Störgeräusch wie z.B. Rauschen ausgeschlossen. Digitale Radiosignale können zum Beispiel mittels Digitalradio (DAB+, Digital Audio Broadcasting), DVB-T (Digital Video Broadcasting Terrestrisch), DVB-S (Satellit), DVB-C (C=Kabel) oder Internet übertragen werden. Für jede dieser Techniken wird ein spezielles Empfangsgerät benötigt. Dabei spricht man in der Regel von so genannten Set-Top-Boxen. Zur Wiedergabe des Tons können z.B. Lautsprecheranlagen oder Fernsehlautsprecher genutzt werden.

Mehr Zusatzinfos und bessere Klangqualität

Das große Plus des digitalen Radioempfangs: Es ist möglich, viele zusätzliche Informationen an die Empfänger zu übertragen. So kann ein Radiobeitrag vom Programmmacher mit Bildern oder Videos angereichert werden. In Zukunft ist denkbar, dass Hörer sich ihr Radioprogramm nach individuellen Wünschen zusammenstellen können. Die digitale Übertragung ermöglicht außerdem eine bessere Klangqualität als etwa das analoge UKW- oder Mittelwellenradio, da sich Übertragungsfehler ausgleichen lassen.

Analoger Empfang

Für den analogen Empfang braucht man ein UKW-Gerät (terrestrisch) oder ein stationäres Radio mit Antenneneingang (Kabel). Die Empfangsqualität kann im Gegensatz zur digitalen Technik durch Störfrequenzen bzw. Witterungsbedingungen schwanken. UKW sollte laut einer Novelle des Telekommunikationsgesetzes im Jahr 2015 eigentlich abgeschaltet werden. Ende Oktober 2011 hat der Bundestag dieses Detail in der Novelle ersatzlos gestrichen. Künftig soll es hybride Radiogeräte geben, mit denen digitales, analoges und Internetradio gehört werden kann. Innerhalb der EU will sich Deutschland für diesen Weg einsetzen.

Stand: 30.04.2012

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