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In seinem Büro in luftiger Höhe am Potsdamer Platz schmiedet Bauunternehmer Siegmar Reimann Pläne. Er will Häuser in der Tokioter Straße im alternativen Stadtbezirk Kreuzberg luxussanieren und teuer verkaufen. Ein lukratives und aussichtsreiches Geschäft, seit auch in Berlin die Immobilienpreise steigen. Die Häuser Tokioter 9, 11, 15 und 17 gehören Reimann längst, der Kinderladen, das kleine Café und der türkische Gemüsehändler sind bereits vertrieben.
Die Subunternehmen warten auf den Baubeginn. Doch das Haus mittendrin, die Nummer 13, die letzte Kommune in der Straße, weigert sich hartnäckig zu verkaufen. Als eines Nachts Reimanns Mercedes ausbrennt und im Kofferraum eine bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Leiche gefunden wird, fällt der Verdacht auf die Bewohner des Tokioter 13. Haben sie ihren Kampf gegen den drohenden Ausverkauf mit einem Mord bezahlt? Der vierte Fall für das Berliner Ermittlerteam Hauptkommissarin Katharina Holz und Oberkommissar Alexander Polanski.
Berlin-Kreuzberg mit seinen Kneipen, Cafés und Clubs, Straßenmärkten und kleinen Läden, diversen Parks, alten Friedhöfen und Uferpromenaden gehört zu den lebendigsten Wohn- und Ausgehbezirken der Stadt. Hier treffen verschiedene Kulturen aufeinander, gibt es Künstlerateliers und noch immer bezahlbare Mieten.
Legendär wurde der Stadtbezirk in den 70er und 80er Jahren durch die alternative Hausbesetzerszene. Ganze Straßenzüge sollten damals dem modernen Wohnungsbau weichen, wurden entmietet und schließlich besetzt. Die Hausbesetzer lieferten sich heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei. Schließlich lenkte der Senat ein. Mittlerweile hat auch eine zahlungskräftige Klientel diesen Stadtbezirk entdeckt, und Wohnungen in Kreuzberg erzielen hohe Preise auf dem Immobilienmarkt.
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Stand: 07.07.2011