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Jost Fischer und seine Assistentin Annika de Beer gehören zum LKA Sachsen-Anhalt in Magdeburg. Fischer, aus Dresden stammender lang gedienter Kader, ist seit dem Tod seiner Frau ein grummeliger, eigenbrötlerischer Mann.
Als bekennender "Ossi" lebt er weiter in seiner alten Plattenbauwohnung. Die paar Jahre im Dienst will er mit Anstand hinter sich bringen, wenn er auch nichts dagegen hätte, wenn sie bald vorbei wären. Viele fragen sich neidvoll, worauf seine hohe Aufklärungsrate eigentlich beruht. Wahrscheinlich liegt es daran: Er kann zuhören, und er kann mit den Alteingesessenen reden, die schnell Vertrauen zu ihm fassen.
Dass er sich nun in seinen letzten Dienstjahren noch auf einen neuen Kollegen einstellen musste, hat ihm so gar nicht geschmeckt. Dass dieser neue Kollege eine junge, energiegeladene und provokante Frau ist, machte die Sache nicht leichter. Doch mit der Zeit hat er die ungestüme Kollegin schätzen gelernt und sogar eine zurückhaltende väterliche Zuneigung für sie entwickelt. Und das obwohl ihr mangelnder Sinn für Hierarchien und ihre Dickköpfigkeit ihn immer wieder zwingen, den Chef heraushängen zu lassen, was ihm gehörig auf die Nerven geht.
Hilmar Eichhorn wurde am 18. August 1954 in Dresden geboren. Er absolvierte die Schauspielschule Berlin. Danach folgten Theaterengagements in Magdeburg, Leipzig und Halle. Nachdem er 1974 in Egon Günthers "Lotte in Weimar" als junger Goethe im Film debütierte, spielte er 1978 Georg Büchner in dem DEFA-Film "Addio, piccola mia". Darüber hinaus überzeugte er in mehr als 30 TV- und DEFA-Produktionen.
Nach einem Ausreiseantrag durfte er im Mai 1989 - ein halbes Jahr vor dem politischen Umbruch - die DDR verlassen. Nach der Wende kehrte er in seine Heimat zurück und ist heute Schauspieler und Regisseur am "neuen theater" in Halle. Inzwischen kennt man Hilmar Eichhorn auch aus "Tatort", "Soko" und "Polizeiruf".
Freunden des Hörspiels ist seine Stimme aus unzähligen MDR-Produktionen vertraut, wie zum Beispiel der Kriminalkomödie "Nackt in Berlin" von Gottfried von Einem und Hans Helge Ott (2006).
Stand: 01.09.2010