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Der zehnjährige Niklas und der achtjährige Marius wurden ermordet - die elfjährige Lara ist verschwunden. Es gibt keine verwertbaren Spuren, keine Verdächtigen. Kriminaloberrat Finkbeiner und Kriminalhauptkommissarin Nina Brändle müssen wieder einmal unkonventionelle Ermittlungsmethoden anwenden.

Finkbeiner leitet die Abteilung 8 des Landeskriminalamts Baden-Württemberg in Stuttgart Bad-Cannstatt: OFA, Operative Fallanalyse. Diese Abteilung wird erst aufgebaut – nachdem Finkbeiner sich von der Schutzpolizei zur Mordkommission und von dort zum Kriminaltechnischen Institut des LKA hochgearbeitet hat.
Finkbeiner ermittelt mit einer speziellen Technik, die viele als Profiling bezeichnen – aber das ist ihm zu amerikanisch. Zum ersten Mal in seiner Karriere befindet er sich in einer leitenden Funktion, doch sein Team in Stuttgart umfasst bislang erst zwei Mitarbeiter: ihn und seine Assistentin Nina Brändle. Die beiden betreuen eine Abteilung, die dann zum Einsatz kommt, wenn ein Fall immer komplexer wird und keiner mehr weiter weiß. Dass er allein vor sich hinschafft, ist ihm recht, obwohl er dauernd so tun muss, als würde er händeringend um Verstärkung bitten. Denn Finkbeiner ist ein Schwarzwälder Tüftler und absolut kein Teamgeist.
Er hirnt gern über die Abweichungen von Fall zu Fall. Das ist fast ein Tick von ihm. Außerdem ist er ein kluger Taktiker und liebt unkonventionelle Arbeitsweisen, die ihn viel an die frische Luft führen. Denn "der Tatort trägt die Handschrift des Täters". Wenn Finkbeiner gefragt wird, ob er sich in einen Mörder hineinversetzen kann, zitiert er Thomas Müller, Kriminalpsychologe bei Interpol Wien: "Ich kann nicht wie ein Serienmörder denken. Ich kann nur seine Schuhe benutzen." Er spricht nie darüber, aber er weiß, bei ihm ist es anders. Ganz anders. Er kann das.
Damit die Verstärkung seines Teams immer wieder vertagt wird, muss er Erfolge vorweisen. Und dafür hat er sich die ideale Assistentin ausgesucht: Nina Brändle, eine selbstbewusste Schwäbin.
Stand: 10.02.2009