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Ein Bankräuber, ein Killer und ein Junkie fliehen aus der JVA Stuttgart-Stammheim. Das LKA schaltet die Abteilung "Operative Fallanalyse" ein. Hauptkommissarin Nina Brändle flucht, denn ihr Chef Xaver Finkbeiner hat wegen seines Geburtstags frei.
Finkbeiner hasst die Schwaben. Seine Lieblingswendung ist "Ja so". Er kocht gern. Sein Lieblingsessen ist Badischer Rostbraten mit Schwarzwälder Speck. Ohne Zwiebeln. In der Nähe seiner Dienststelle hat er eine kleine Dreizimmerwohnung, in der er alleine lebt. Er ist seit zehn Jahren geschieden und Vater zweier erwachsener Kinder.
Finkbeiner ist einsam und flüchtet sich in die Arbeit: Er leitet gern das Dezernat "Operative Fallanalyse" (OFA) im Landeskriminalamt in Stuttgart - Bad Cannstatt. Finkbeiner hat sich von der Schutzpolizei über das Dezernat für Tötungsdelikte und den Stab der Polizeidirektion zum Kriminaltechnischen Institut des LKA hochgearbeitet. Nur ungern lässt er sich Profiler nennen. Sein unmittelbares Arbeitsumfeld umfasst zwei Mitarbeiter: Er und seine Assistentin Nina Brändle bilden das Team, das dann zum Einsatz kommt, wenn ein Fall immer komplexer wird und die örtlichen Polizeidienststellen und Kriminalämter nicht mehr weiterwissen.
Am liebsten arbeitet er alleine vor sich hin. Denn Finkbeiner ist ein Schwarzwälder Tüftler und absolut kein Teamgeist. Wenn er gefragt wird, ob er sich in einen Mörder hineinversetzen kann, zitiert er einen berühmten Kollegen: "Ich kann nicht wie ein Serienmörder denken. Ich kann nur seine Schuhe benutzen." Er spricht nie darüber, aber er weiß, bei ihm ist es anders. Ganz anders. Er kann das.
Ueli Jäggi studierte Germanistik, Romanistik und Geschichte. Ab 1979 besuchte er die Schauspielakademie in Zürich und übernahm anschließend Theaterengagements in München und Nürnberg.
Neben Rollen im Fernsehen wie in "Im Rausch der Liebe" (1996, Regie: Markus Fischer), war er in Kinofilmen wie "Feuerreiter" (1998, Regie: Nina Grosse), "Mondscheintarif" (2001, Regie: Ralf Hüttner) und 2006 "Grounding: The Last Days of Swissair" (Regie: Michael Steiner) zu sehen. 2001 wurde er von der Zeitschrift "Theater heute" zum Schauspieler des Jahres gewählt.
Von 2000 bis 2004 war Ueli Jäggi festes Mitglied des Schauspielhauses Zürich, wo er u. a. in Christoph Marthalers "Was ihr wollt" und in Frank Castorfs Inszenierung von Döblins "Berlin Alexanderplatz" spielte. Seit 2004 arbeitet er als freischaffender Schauspieler und Regisseur u. a. am Luzerner Theater.
Für seine Lesung von Melvilles "Bartleby, der Schreiber" erhielt Jäggi im März 2004 den Deutschen Hörbuchpreis. Als Sprecher war Ueli Jäggi an zahlreichen Hörspielen beteiligt, seit 2008 spielt er den Kriminaloberrat Xaver Finkbeiner für den ARD Radio Tatort des SWR.
Stand: 01.03.2010