Zur Haupt-Navigation vom Radiotatort.
Zum Inhalt.

Suche im Radio Tatort

Suche im Radio Tatort

Beginn des Inhaltes

Illustration Foto: Jürgen Frey

Hexenjagd

In Bruck am Inn wird die 17-jährige Janina tot aufgefunden. Die kühle Schönheit hatte unzählige Verehrer, darunter auch ihr Chef Rupert Scheffler und sein Sohn Basti. Die Ermittlungen führen die Ortspolizisten Ferdl Raab, Rudi Egger und Senta Pollinger in die dunkle Vergangenheit ihrer kleinen Stadt.

Link auf den Player

Im Interview: Komponist zeitblom

"Anleihen aus unterschiedlichen musikalischen Universen"


Wann und wie sind Sie zum Hörspiel gekommen?

zeitblom Foto: Kai von Rabenau

zeitblom: Das war 1994, als ich in München in einem Tonstudio gearbeitet habe und parallel die Aufnahmen der BR-Produktion "Straten" von Maria Volk stattfanden. Die Regisseurin bat mich, einige musikalische Beiträge beizusteuern. So kam es zum Kontakt mit Herbert Kapfer, dem Chef der Hörspielabteilung des BR, und 1997 zur ersten Zusammenarbeit. Daraus ging die Hörspielproduktion "Das Warheads Oratorium" hervor. In diesem Zusammenhang lernte ich auch den Autoren und Regisseur Michael Farin kennen, mit dem ich bis heute zahlreiche Produktionen realisiert habe.


Wie unterscheidet sich die Arbeit an einem Hörspiel von anderen Kompositionen?

zeitblom: Im Gegensatz zu der Arbeit für Theater, Ballett und Film, in der oft stringente Vorgaben vorliegen, besteht im Hörspiel die Möglichkeit, meine eigenen musikalischen Ideen und Vorstellungen in Zusammenhang mit der jeweiligen Thematik einbringen zu können.


Gibt es einen typisch bayerischen Sound in Film und Funk?

zeitblom: Durch die Instrumentierung mit Hackbrett, Mundharmonika und Tuba ergibt sich zwangsläufig eine bayerische Färbung. Die Inspiration stammt jedoch bewusst aus anderen musikalischen Bereichen, wie zum Beispiel aus dem Mundharmonika-Spiel von Franco de Gemini, der für viele Italo-Western die Titelthemen gespielt hat, vom Blues & Gospel Celastophon-Spieler Washington Phillips, dem Komponisten Kurt Weill und dem Tubisten Howard Johnson. Mein Ziel war es, eine Stimmung zu schaffen, die an bayerische Volksmusik erinnert, aber ihre Anleihen aus anderen unterschiedlichen, scheinbar nicht zusammenhängenden musikalischen Universen nimmt.

Geführt im Juni 2008 von Christian Lösch

Stand: 24.02.2009

Die ARD ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.