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Illustration Foto: Jürgen Frey

Himmelreich und Höllental

Herbert Wanner musste sterben, weil er Pferdefleisch als Hirsch verkauft hat. Aber ist das wirklich ein Motiv für einen Ritualmord? Erst als die zweite Leiche im Kühlhaus liegt, wird Kriminaloberrat Xaver Finkbeiner klar: In Himmelreich im Höllental ist nichts, wie es scheint. Die Idylle ist tödlich. Und beinahe auch für ihn ...

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Im Interview: Dramaturgin Uta-Maria Heim

"Am besten besser wäre Kult"


Was für ein Team: Ein eigenbrödlerischer badischer Kriminaloberrat und eine eher offenherzige schwäbische Kriminalhauptkommissarin. Das kann doch nicht gut gehen, oder?

Uta-Maria Heim: Nein. Der eine ein maulfauler Schwarzwälder, die andere eine geschwätzige Städterin: Das geht gar nicht gut. Xaver Finkbeiner und Nina Brändle sind wie Feuer und Wasser. Oder umgekehrt, wie der Name Brändle schon sagt. Mit Ueli Jäggi und Karoline Eichhorn haben wir die ideale Besetzung gefunden. Der Finkbeiner wurde direkt auf Jäggi hin konzipiert und ich bin heilfroh, dass wir ihn für die Reihe gewinnen konnten. Und Karoline Eichhorn ist ein wunderbares Pendant. Das geht dann zum Glück absolut auf!

Die Pilotfolge der SWR-Krimis spielt im Höllental. Schöner Name, aber ziemlich weit draußen. Gibt das die Richtung vor? Bleiben die SWR-Folgen auch in Zukunft bei gebrochenen ländlichen Idyllen?

Heim: I wo. Unsere Pilotfolge lässt sich da nur etwas Zeit, um erst mal die Figuren einzuführen. Sobald Finkbeiner seine neue Profiler-Abteilung beim LKA aufgebaut hat, geht es in die Vollen. Unsere Autorin Christine Lehmann sitzt für den zweiten SWR Radio Tatort an einem extrem urbanen Stoff, der Stuttgart als technologisch hochgerüstete Großstadt zeigt. Das heißt, wir sind eigentlich an zwei Stoffen dran, wobei uns in einem Fall die traurige Wirklichkeit schon überholt hat. Ich sage nur: Ulm. Auf islamische Terroristen habe ich im Augenblick keine Lust mehr, ich fände es geschmacklos, da an der Realität anzusetzen.

Heißt es, dass die Stoffe erst einmal recherchiert werden? Welche Rolle spielt da die Dramaturgie?

Heim: Die Stoffentwicklung mache ich mit Christine Lehmann zusammen. Wir sind ja von Haus aus beide Journalistinnen, sie kommt von den Nachrichten her, ich von der Kultur, das ergänzt sich prima. Wir sind beide neugierig und haben, hoffe ich, ein Gespür für aktuelle Themen.

Nachdem das Höllental durchschritten ist, was bringt die Zukunft für Xaver Finkbeiner und Nina Brändle?

Heim: Einen Haufen Arbeit. In dem Punkt sind wir absolut realistisch. Schön wäre es, wenn das Ermittlerduo die Krimiwelt um ein paar relevante Fälle bereichert. Ein paar Produktionen, die bleiben, wären toll. Noch besser wäre Kult. Davon träume ich. Im Übrigen verfolge ich heimlich das Ziel, dass die beiden sich ineinander verlieben ...

Das Interview führte Georg Brandl / Programmpresse SWR 2

Stand: 28.02.2008

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