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Herbert Wanner musste sterben, weil er Pferdefleisch als Hirsch verkauft hat. Aber ist das wirklich ein Motiv für einen Ritualmord? Erst als die zweite Leiche im Kühlhaus liegt, wird Kriminaloberrat Xaver Finkbeiner klar: In Himmelreich im Höllental ist nichts, wie es scheint. Die Idylle ist tödlich. Und beinahe auch für ihn ...

Kriminaloberrat Xaver Finkbeiner, ein wortkarger Südbadener, baut im Stuttgarter LKA als Profiler eine neue Abteilung auf. Während sich im Büro noch die Umzugskisten stapeln, besucht er in der alten Heimat, dem Südschwarzwald, seinen Jugendfreund Goll. Bei einer Wanderung auf dem malerischen Jägerpfad stellt sich heraus: Tierarzt Goll steckt in einer schweren Krise. Seine 13-jährige Tochter ist sterbenskrank, seine Ehe wackelt und einige Tage zuvor hat er hier oben einen Toten gefunden. Herbert Wanner, ein Fleischfabrikant, musste sterben, weil er Pferdefleisch als Hirsch verkauft hat. Aber ist das wirklich ein Motiv für einen mittelalterlich anmutenden Ritualmord?
Erst als die zweite Leiche im Kühlhaus liegt, wird Finkbeiner klar: In Himmelreich im Höllental ist nichts, wie es scheint. Die Idylle ist tödlich. Und beinahe auch für ihn, wäre da nicht die bärbeißige blonde Nina. Ein Schwarzwälder Tüftler und eine schwatzhafte schwäbische Schafferin: Der maulfaule Profiler Xaver Finkbeiner und seine patente Assistentin Nina Brändle bilden ein baden-württembergisches Ermittlerduo, bei dem es öfter mal kracht! Nina ist als sympathische Nervensäge so etwas wie Finkbeiners unwillkommener Schutzengel, den er aber schätzen lernt, als es ihm ernsthaft an den Kragen geht.
Die Pilotfolge der SWR-Krimireihe spielt in Himmelreich im Höllental. Himmelreich liegt kurz vor Kirchzarten und heißt so, weil dort das Höllental zu Ende ist. Das ist eines der eindrucksvollsten Täler im Schwarzwald. Tief eingeschnitten, zur Schlucht verengt und von 600 Meter hohen, steil aufragenden Felshängen eingeschlossen, umgibt es die malerische Verbindungsstraße durch den Südschwarzwald. Die Höllentalbahn ist berühmt. Sie muss eine Steigung von 1:18 bewältigen, weil sie auf der kurzen Strecke zwischen Himmelreich und Hinterzarten einen Höhenunterschied von 441 Metern zu überwinden hat. Dieses Teilstück gehört zu den interessantesten Bahnstrecken in ganz Deutschland.
So einfach war das Reisen freilich nicht immer. Über neun Kilometer hinweg kamen sich unsere Vorfahren vor wie in der Hölle, wenn sie sich auf dem schmalen Maultierpfad vorwärts tasteten. Die engste Stelle des Tales heißt Hirschsprung. Oben auf dem Felsen erinnert ein bronzener Hirsch daran, dass sich hier einst ein stolzer Sechsender durch einen gewaltigen Sprung über die Schlucht vor seinen Verfolgern rettete. Dem Fleischfabrikanten Herbert Wanner aus Himmelreich gelingt das nicht ...
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Stand: 16.04.2008