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An einer Straßenecke im Berliner Stadtteil Neukölln wird der Privatdetektiv Klaus Henkel tot aufgefunden. Hat der Mord etwas mit dem ungelösten Fall zu tun, über den Henkel vor Jahren gestolpert war? Oder handelt es sich um ein grausames Beispiel von "happy slapping", bei dem sich eine Gruppe nur so zum Spaß ein Opfer ausspäht, um es "abzuziehen"?
Der Verdacht fällt auf die Jugendgang des als Schläger bekannten Schülers Maik Söder. Aber dann ist da noch Henkels ausgeraubte Wohnung und die Nachricht einer gewissen Irina auf seinem Anrufbeantworter. Hat Henkel diese Irina vielleicht noch am Abend des Mordes getroffen? Was wollte sie? Und vor allem: Wo steckt sie? In ihrer Weddinger Wohnung stoßen Holz und Polanski nur auf ihren ukrainischen Ehemann. Und der weiß von nichts.
Ein Knäuel von Fragen haben Katharina Holz und Alexander Polanski zu entwirren. Die Fäden spannen sich kreuz und quer durch die Stadt, von Neukölln nach Wedding, von Lichtenberg bis in die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam. Was bei so viel Arbeit allerdings auf der Strecke bleibt, ist das Privatleben der beiden Ermittler, das normalerweise am Kollwitzplatz bzw. in der Skalitzer Straße in Kreuzberg gepflegt wird – oder besser: gepflegt werden sollte …
Berlin – eine Stadt der Gegensätze: Hier das Regierungsviertel und die Stadtbezirke der neuen Mitte mit ihren gut situierten Wohngegenden, Kultur- und Bildungsangeboten – dort die der sozial Schwachen, Arbeitslosen und Ausländer. Gerade Berlin-Neukölln gehört mit einer hohen Kriminalitätsrate und Drogendelikten, der Gettoisierung ganzer Straßenzüge und marodierenden Jugendbanden zu den Berliner Problembezirken, auch wenn der Berliner Senat seit einigen Jahren – und zwar durchaus erfolgreich – mit sozialen und integrativen Projekten dagegen steuert.
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Stand: 02.10.2009