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Kommissar Fischer ist sauer. Mit dem Südharz-Städtchen Bleistedt verbindet er ungute Erinnerungen an einen ungelösten Fall. Jetzt liegt dort, am Fuße des Jagdhauses "Schöne Aussicht", eine Leiche. Während sich die neue Kollegin in dem "Stasi-Schlösschen" einmietet, wälzt Fischer die Akten. Im Hintergrund läuft der Countdown zu einem perfiden Mord …

Jost Fischer und seine neue Assistentin Annika de Beer gehören zum LKA Sachsen-Anhalt in Magdeburg. Fischer, aus Sachsen stammender lang gedienter Kader, ist seit dem Tod seiner Frau ein grummliger, eigenbrötlerischer Mann, der am liebsten mit seinen beiden Papageien der Sorte "Fischers Unzertrennliche" redet. Dass ausgerechnet die Vögel zu seinem 30-jährigen Dienstjubiläum aus seinem Büro ausziehen sollen, nur weil die "hohen Herren" bei ihm vorbeischauen, kommt für ihn überhaupt nicht in Frage.
Als bekennender "Ossi" lebt er weiter in seiner alten Plattenbauwohnung. Die paar Jahre im Dienst will er mit Anstand hinter sich bringen, wenn er auch nichts dagegen hätte, wenn sie bald vorbei wären. Viele fragen sich neidvoll, worauf seine hohe Aufklärungsrate eigentlich beruht. Wahrscheinlich liegt es daran: Er kann zuhören, und er kann mit den Alteingesessenen reden. Sie fassen schnell Vertrauen zu ihm.
Dass er sich nun in seinen letzten Dienstjahren noch auf einen neuen Kollegen einstellen muss, stinkt ihm gewaltig. Dass dieser neue Kollege eine junge, energiegeladene und provokante Frau ist, macht die Sache nicht besser.
Stand: 30.01.2008