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Illustration Foto: Jürgen Frey

Störtebekers Rache

In Störtebekers Bucht, einem Naturschutzgebiet im Hamburger Stadtteil Moorburg, werden nachts zwei Mädchen überfallen - angeblich von einem Sondereinsatzkommando der Polizei.

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Der Fall

Illustration Foto: Jürgen Frey

Jac Garthmann jammert. Zwar macht seine Band Schlagzeilen in der örtlichen Zeitung, seit die 19-jährige Madeleine mit seiner Band zusammen im Fischhaus bei Hamburg auftritt und Störtebeker-Songs gegen die geplante Elbvertiefung rappt. Aber was haben diese Rap-Songs mit seinem künstlerischen Anspruch als Ex-Konzertpianist zu tun? Sein Frust entlädt sich in Wut.

In Störtebekers Bucht, einem Naturschutzgebiet im Hamburger Stadtteil Moorburg, wurden nachts zwei Mädchen überfallen, angeblich von einem Sondereinsatzkommando der Polizei. Bürgerinitiativen demonstrieren gegen die Elbvertiefung, die Polizei schützt die holländischen Baggerschiffe, die in der Elbe baggern. Warum?

Garthmann, der auch als V-Mann arbeitet, sollte die holländische Baggercrew observieren, die den Aushub angeblich falsch verklappt. Auch Hauptkommissarin Bettina Breuer kann nicht erklären, was es mit den angeblichen SEK-Leuten auf sich hat. Und dann werden Brandsätze ins Fischhaus geworfen, während Jac Garthmanns Band mit Madeleine ein Konzert gibt. Die Situation eskaliert. Garthmann muss Stellung beziehen.

Die Region

Hamburg-Moorburg gehört seit 1375 zu Hamburg, ist der älteste Stadtteil südlich der Elbe und seit 1982 Hafenerweiterungsgebiet. Überregional bekannt wurde es in den letzten Jahren durch Auseinandersetzungen um den Neubau des Steinkohlekraftwerks. Dass sich hier Störtebekers Bucht befindet, ist Fiktion unseres Autors. Aber: Warum sollte der wohl bekannteste deutsche Seeräuber, der angeblich im Jahre 1401 mit rund 30 anderen Gefährten auf dem Grasbrook bei Hamburg enthauptet wurde, nicht auch hier an der Süderelbe einen Unterschlupf gefunden haben? Warum sollten sich nicht auch hier die Demonstrationen gegen die geplante Elbvertiefung konzentrieren?

 

Vielen Dank für Ihre Kommentare!

Viele Internet-Nutzer haben uns ihre Meinung zu: "Störtebekers Rache" geschrieben. Die Kommentar-Möglichkeit ist inzwischen beendet.

Ewu Knehcs | 01.02.2010 | 23.59 Uhr
Leider habe ich diesen Tatort nicht mitbekommmen, hätte gerne einen Vergleich zu den bayerischen Folgen gezogen.
bertl brechthammer | 28.01.2010 | 12.37 Uhr
erstmals habe ich einen Radio- Tatort nach einmaligem Hören sofort wieder von meinem MP3 Spieler gelöscht - dieses dilettantische Ensemble werde ich mir kein 2. Mal antun
Oliver Hajunga | 28.01.2010 | 11.22 Uhr
Mir hat der Fall gefallen. Gutes Thema, gute Umsetzung. Ich finde es toll, dass sich der Radiotatort an politische Themen ranwagt. Ich habe auch meinen eigenen Ärger in dem Fall widergefunden - die blöden Gewalttäter auf den Demonstrationen gehen mir tierisch gegen den Strich! Die machen alles kaputt.

Stand: 07.01.2010

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