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V-Mann Jac Garthmann will in Büsum eine Bekannte besuchen, deren Mann, ein Taucher, verschwunden ist. Kriminalkommissarin Bettina Breuer wird neugierig. Der Verschwundene arbeitet für die "Regena", eine Firma, die Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee plant und angeblich illegal Russen beschäftigt.

Als V-Mann, genauer als Verdeckte Person, ist der Musiker Jac Garthmann (42) bestens geeignet: Er tingelt mit seinem Keyboard durch ganz Norddeutschland, kommt in unterschiedlichsten Milieus herum und kann sich überall umhören. Angeworben nach Aufdeckung eines Drogendeals, findet er in der Tätigkeit neuen Lebenssinn: Er hatte bei einem Unfall seine Freundin und einen Daumen verloren und musste sein Ziel, sich als Konzertpianist einen Namen zu machen, aufgeben. Das Tingeln in der Provinz hat ihn nie wirklich befriedigt. Dass er mit zwei Freunden ab und zu Konzerte in Jazzlokalen gibt, ist ein schwacher Trost.
Sensibel und neugierig wie er ist, kommen ihm Intuition und Menschenkenntnis mehr als strategisches Denken bei der "Schnüffelei" zu Hilfe. Ein Mann in den besten Jahren, ein Einzelgänger, ein Außenseiter, raubeinig, verschlossen, zugleich emotional und immer noch begeisterungsfähig. Einer, den das Leben gebeutelt hat, der es – trotz allem - liebt und bereit ist, für Gerechtigkeit zu kämpfen.
Stand: 03.12.2008