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24.05.2012

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Geothermie

Beginn des Inhaltes


Ein Erdwärmekraftwerk in Island Foto: dpa/picture-alliance

ARD.de-Spezial

Hitze aus der Erde

Direkt unter unseren Füßen schlummert ein gewaltiges Energiepotenzial: Erdwärme, auch Geothermie genannt, lässt sich nutzen, um etwa Gebäude zu heizen oder Strom zu erzeugen. Doch die Förderung dieser schier unerschöpflichen Energiequelle, die unabhängig von Jahreszeit oder Wetter zur Verfügung steht, gestaltet sich schwierig und birgt einige Risiken. Erst dank neuer Technologien wandelt sich das Bild langsam.


Eine heiße Quelle in Island Foto: dpa/picture-alliance

Vorbild Island

Erdwärme für die Heizung und den Fön

Wasserdampf aus der Erde versorgt 90 Prozent aller isländischen Haushalte mit Wärme. Gleichzeitig treibt überschüssiger Heißdampf die Turbinen in einem Geothermiekraftwerk an und erzeugt so Strom. Zwar ist Island mit seinen 37 aktiven Vulkanen, Geysiren und zahlreichen heißen Quellen ein Sonderfall. Doch der Inselstaat macht vor, wie sich die Hitze der Erde erfolgreich nutzen lässt. [br/swr/wdr]


Rohre eines Erdwärmekraftwerks Foto: dpa/picture-alliance

Erster Boom in Deutschland

Tiefe und abenteuerliche Bohrungen in die Erde

Schon seit längerem nutzen Hausbesitzer mit Hilfe einer Wärmepumpe Grundwasser für ihre Heizung. Doch das Potenzial für Erdwärme ist auch hierzulande größer: In Tausenden von Metern unter der Oberfläche gibt es bis zu 150 Grad heiße Wasserreservoirs. Doch wo genau gebohrt werden soll, ist schwer zu bestimmen. Helfen sollen künstliche seismische Wellen und elektrische Widerstandsmessungen. [br]


Zwei Bohrmeißel Foto: dpa/picture-alliance

Größte deutsche Geothermie-Anlage

Unterhaching: Fernwärmenetz für 3.000 Haushalte

Schon seit Ende 2008 macht die bundesweit größte Geothermieanlage in Unterhaching bei München aus heißem Thermalwasser Strom. Derzeit werden pro Sekunde 100 Liter des bis zu 130 Grad heißen Wassers gefördert - und das aus 3.350 Meter Tiefe. In seiner Dimension ist das Unterhachinger Kraftwerk in Deutschland bislang einzigartig. Doch die Suche nach Standorten für weitere Geothermieanlagen läuft. [br]


Wasserfontäne bei Erdwärmebohrungen in Wiesbaden Foto: dpa/picture-alliance

Geothermie als Risko

Überflutete Straßen, Erdbeben und einsturzgefährdete Häuser

Gigantische Wassermassen, die beim Finanzministerium in Wiesbaden aus dem Boden schießen, große Risse in Häusern im südbadischen Staufen, mehrere Erdbeben im pfälzischen Landau - immer wieder ereignen sich bei den Bohrungen nach Erdwärme Pannen, die skeptisch machen: Wenn einige Regeln eingehalten werden, halten Experten das Risiko für überschaubar, doch wie sicher ist Geothermie wirklich?  [swr]


Riss in einem Treppenflur in Staufen Foto: dpa/picture-alliance

Erdbohrungen in Staufen

Wenn die Welt in die Brüche geht

Das wohl bekannteste Beispiel für die Schwierigkeiten bei Geothermieprojekten ist die Stadt Staufen im südlichen Breisgau. Seitdem hier im Jahr 2007 Sonden rund 150 Meter tief in die Erde getrieben wurden, hebt sich der Boden der historischen Altstadt. Bei mittlerweile 180 Gebäuden zeigen sich zum Teil massive Risse, die Bewohner sind verzweifelt. Wer hat Schuld an dem Desaster? [swr]


Ein Bohrtum Foto: RWTH Aachen

Ungenutzte Erdwärme-Heizung

Aachener Erdwärme-Projekt schaut in die Röhre

Eigentlich sollte das "SuperC", das neue Service-Zentrum der RWTH Aachen, über eine umweltfreundliche Heizung versorgt werden: Ein Erdwärme-Projekt sollte die Temperatur des Gesteins in 2,5 Kilometern Tiefe nutzen. Doch das Vorhaben stockt: Schuld daran hat das Rohr, das die im Erdinneren aufgeheizte Flüssigkeit nach oben fördern soll. Es klemmt in 1.700 Metern Tiefe. [dlf]

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