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24.05.2012

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Technik & Forschung

Beginn des Inhaltes

Interview zur Weltmeisterschaft im Roboterfußball

"Der zweite Platz ist eine Überraschung"

Am Ende reichte es nicht ganz: Bei der Weltmeisterschaft im Roboterfußball, dem "RoboCup" in Singapur, musste sich das Team der Freien Universität Berlin geschlagen geben. Im Gespräch mit ARD.de erklärt "FUmanoids"-Mitglied Bennet Fischer, warum das Team dennoch zufrieden ist.

Die Roboter der "FUmanoids" feiern nach dem Turnier den Gewinn von zwei "RoboCup"-Pokalen Foto: fumanoids.de

Beim "RoboCup" treffen einmal im Jahr die besten Teams im Roboterfußball aufeinander. In verschiedenen Klassen messen sich dabei Maschinen-Kicker auf dem Platz, dribbeln, blocken und kämpfen um Tore – ganz wie reale Fußballer. In diesem Jahr fand die WM in Singapur statt (19.-25.6.). Mit dabei waren auch die "FUmanoids", die Mannschaft der Freien Universität Berlin, die im vergangenen Jahr in Graz Vize-Weltmeister wurde. Und auch dieses Mal reichte es nicht für den Sieg: Die Berliner mussten sich im Finale den "Darmstadt Dribblers" geschlagen geben. ARD.de sprach mit "FUmanoids"-Mitglied Bennet Fischer über den Wettkampf.

ARD.de: Erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Vize-Weltmeisterschaft beim "RoboCup". Seid ihr damit zufrieden?

Bennet Fischer: Ja, weil wir nie gedacht hätten, so weit zu kommen. Vor der Weltmeisterschaft waren wir sehr motiviert und hatten große Hoffnungen – und dann hat beim ersten Spiel vieles nicht funktioniert.

Was hat denn nicht geklappt?

Die Roboter haben zum Beispiel überall Bälle gesehen oder wussten plötzlich nicht, wo sie waren. Das hat uns natürlich sehr niedergeschlagen, vor allem, da wir nicht wussten, warum diese Schwierigkeiten auftraten. Aber im Laufe des Turniers gab es dann eine tolle Entwicklung: Wir wurden immer besser und die Fehler immer weniger.

Woran ist es dann aber im Finale letztendlich gescheitert?

Nach der ersten Halbzeit stand es 2:1 für Darmstadt. Die hatten in den Vorrunden immer Ergebnisse wie 10:0 erzielt, so dass wir bei dem Spielstand sehr hoffnungsvoll waren. Auch den Darmstädtern selbst konnte man die Überraschung darüber im Gesicht ansehen. Dann haben sie allerdings die Strategie geändert und das Tor dicht gemacht: Wir kamen einfach nicht mehr ran. Und schließlich ist uns auch noch ein Spieler wegen eines technischen Defekts ausgefallen.

Mit der Weltmeisterschaft hat es nicht geklappt, dafür habt ihr den so genannten "Challenge"-Preis bekommen. Was ist das?

Das "FUmanoids"-Team der Freien Universität Berlin nach dem gewonnenen Halbfinale Foto: fumanoids.de Bild gross Das "FUmanoids"-Team der Freien Universität Berlin

Das ist der Preis, der für da beste Abschneiden in folgenden Einzelaufgaben vergeben wird: Bei der ersten muss ein Spieler von der Mittellinie einen Ball aus dem Aus holen, ihn greifen und dann so weit wie möglich werfen. Die zweite Aufgabe ist, zwischen zwei Hindernissen auf dem Feld hindurchzudribbeln und zuletzt müssen zwei Roboter zwei Hindernisse vor dem Tor mit einem Doppelpass ausspielen und dann ein Tor machen.

Wie ist denn allgemein die Stimmung bei so einem "RoboCup"?

Die ist sehr gut. Es gibt immer einen regen Austausch zwischen den Teams. Kurz vor einem Spiel ändert sich das natürlich. Da herrscht dann großer Stress, weil immer etwas nicht funktioniert.

Welche Bilanz ziehen die "FUmanoids" jetzt?

Überraschend gut ist unser allgemeines Fazit. Es war einfach toll zu sehen, wie wir uns im Laufe des Turniers entwickelt haben.

Wie geht es nun weiter? Wird gleich der nächste Wettkampf vorbereitet?

Nein, erfahrungsgemäß gibt es erst einmal eine Auszeit. Vor den Turnieren wird immer intensiv gearbeitet – in den sechs Wochen davor jeden Tag und das auch am Wochenende. Da brauchen wir jetzt erst einmal eine Pause.

Das Gespräch führte Alice Lanzke.

Stand: 01.07.2010

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