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24.05.2012

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Wasserenergie

Beginn des Inhaltes


Blick auf den Leuchtturm von 1857 auf der Insel Tristein (Lille Færder) im Oslo Fjord; Foto: picture-alliance/dpa

ARD.de-Spezial

Energie aus dem Meer

Wasser bedeckt zwei Drittel der Erdoberfläche - seine Kraft erzeugt momentan 16 Prozent des weltweiten Energiebedarfs. Der Vorteil: Wasser ist unendlich verfügbar und zu 100 Prozent kohlendioxidfrei. Ein Nachteil ist jedoch, dass der Bau von Staudämmen zu Überschwemmungen und massiver Umweltzerstörung führen kann. Umweltfreundliche Anlagen sind daher die Voraussetzung für die Zukunft der Wasserenergie.


Das Wellenkraftwerk Pelamis erzeugt aus Wellenbewegungen im Meer Strom; Foto: picture-alliance/dpa

Wellen, Osmose und Gezeiten

Video: Seeschlangen und Wellendrachen

Die Forschung an Gezeiten-, Osmose- und Wellenkraftwerke läuft auf Hochtouren. Denn Wasser soll als erneuerbare Energie unbedingt angezapft werden. Manche Forscher haben dabei Pläne, die auf den ersten Blick verrückt erscheinen: Fauchende "Wellendrachen" und an Seeschlangen erinnernde aufwändige Anlagen zum Beispiel, die Wasserenergie einfangen und so zuverlässig Strom liefern sollen. [br]


Computerbild einer Unterwasserströmungsturbine der Firma Voith Hydro; Foto: picture-alliance/dpa

Energie aus Strömung

Flügel und Tragflächen unter Wasser

Konzepte für umweltfreundliche Strömungskraftwerke, die Energie aus Fluss- und Meeresströmungen gewinnen, gibt es viele. Unter Wasser montierte Rotoren und Tragflächen könnten Experten zufolge vier Prozent des globalen Strombedarfs decken. Genutzt wird diese Erkenntnis kaum. In einem Fjord auf den schottischen Shetland-Inseln ging jedoch schon 2002 der Prototyp eines Flügelkraftwerks in Betrieb.  [dlr]


Blick auf den Sognefjord in Westnorwegen; Foto: picture-alliance/dpa

Nutzung von Wasserkraft im Ausland

Audio: Norwegen ist Vorbild und Spitzenreiter in Europa

In der Türkei soll in Zukunft ein riesiger Staudamm zwei Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Dafür müssen 55.000 Menschen umsiedeln - ein Projekt, das auf heftige Kritik stößt. Vorbild für die Nutzung der Wasserkraft ist Norwegen. Das Land bezieht rund 98 Prozent seines Energiebedarfs aus dem Wasser und ist damit europäischer Spitzenreiter. Ein Ansatz, von dem auch Deutschland lernen kann. [dw]


Blick auf das Rad einer Wassermühle und einen Bach; Foto: picture-alliance/dpa

Renaissance der Wassermühle

Neue Wasserräder sollen Strommühlen antreiben

Die Technik der Wassermühle ist einfach und seit Jahrhunderten bekannt: Wasser treibt ein Rad an, eine Welle dreht sich und lässt zum Beispiel Mühlsteine kreisen. Mit dem Aufkommen von Dampfmaschinen und Elektromotoren geriet die Wassermühle aus der Mode. Vielleicht zu Unrecht: Die EU lässt die Entwicklung neuer Wasserräder für kleine, dezentrale Strommühlen fördern. [dlr]


Trinkwasser-Aufbereitungsanlage der Siemens Water Technologies in Nordamerika; Foto: picture-alliance/dpa

Versorgung durch Kleinanlagen

Schweiz: Trinkwasser generiert Gemeinde-Strom

Die Gemeinde Hergiswil in der Schweiz stellt mit ihrem Trinkwasser Strom her. Auf dem Weg von der Quelle zum Reservoir wandelt eine Turbine 1.500 Liter Trinkwasser pro Minute in Strom um. Auch in Deutschland wären Miniwasserkraftanlagen für kleine Gemeinden denkbar. Dass diese bisher wenig genutzt werden, überrascht – wird doch jedes dritte Wasserkraftwerk weltweit in Deutschland hergestellt. [3sat]


Drei-Schluchten-Damm in China; Foto: picture-alliance/dpa

Massive Umweltzerstörung

Überschwemmung und Zerstörung von Lebensraum

Energiegewinnung aus Wasserkraft gerät in der Praxis häufig als Umweltsünder in Misskredit. Vor allem Staudämme sind ein massiver Eingriff in die Umwelt: Lebensraum von Tieren, Pflanzen und Menschen wird durch Überschwemmungen zerstört. Die Anlagen selbst sind tödliche Fallen für Wassertiere. Deshalb ist die umweltfreundliche Gestaltung von Wasserkraftanlagen eine große Herausforderung. [br]

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