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Ein Land mit stark familienorientierter Tradition hat mit 1,28 Kindern pro Frau in Europa eine der niedrigsten Geburtenraten: Italien.
Die Ursachen dafür sind vielfältig: Das Land ist gekennzeichnet durch große regionale Unterschiede. Im industrialisierteren Norden sind Frauen weit häufiger erwerbstätig als beispielsweise im ländlichen Süden. Die Jugendarbeitslosigkeit in Italien ist hoch. Außerdem fehlt es an Kinderbetreuungsplätzen.
Italiens Politik hat bislang keine Strategie gegen den demografischen Wandel entwickelt. Die Regierung Berlusconi hat 2003 erstmals Schritte unternommen, um dem Trend entgegenzuwirken. So gab es spontane Finanzspritzen in Höhe von mehreren Millionen Euro, beispielsweise für Kinderbetreuungseinrichtungen. Doch ist daraus kein langfristiges Programm entstanden. Seit 2005 erhalten Eltern eine Einmalzahlung in Höhe von 1.000 Euro bei der Geburt oder Adoption eines jeden Kindes.
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