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Blick in andere Länder

Italien

Ein Land mit stark familienorientierter Tradition hat mit 1,28 Kindern pro Frau in Europa eine der niedrigsten Geburtenraten: Italien.

Die Ursachen dafür sind vielfältig: Das Land ist gekennzeichnet durch große regionale Unterschiede. Im industrialisierteren Norden sind Frauen weit häufiger erwerbstätig als beispielsweise im ländlichen Süden. Die Jugendarbeitslosigkeit in Italien ist hoch. Außerdem fehlt es an Kinderbetreuungsplätzen.

Italiens Politik hat bislang keine Strategie gegen den demografischen Wandel entwickelt. Die Regierung Berlusconi hat 2003 erstmals Schritte unternommen, um dem Trend entgegenzuwirken. So gab es spontane Finanzspritzen in Höhe von mehreren Millionen Euro, beispielsweise für Kinderbetreuungseinrichtungen. Doch ist daraus kein langfristiges Programm entstanden. Seit 2005 erhalten Eltern eine Einmalzahlung in Höhe von 1.000 Euro bei der Geburt oder Adoption eines jeden Kindes.

  • Altersstruktur in Zahlen
    Im Jahr 2005 kamen in Italien auf 100 Menschen zwischen 15 und 64 Jahren 29,4 Menschen ab 65 Jahre. Von Eurostat geschätzte Entwicklung der Bevölkerungszahlen:
    - 2030: Auf 100 Menschen zw. 15 und 64 kommen 45,2 Einwohner ab 65 Jahre.
    - 2050: Auf 100 Menschen zw. 15 und 64 kommen 66 Einwohner ab 65 Jahre.

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Etikett vom WDR Foto: WDR

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wdr | Stand: 02.04.2008

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