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Schweden gilt schon lange Zeit als Musterknabe, wenn es um eine gelunge Familienpolitik geht. Aber auch die Familienpolitik der anderen skandinavischen Länder ist vorbildlich.
In Dänemark werden Schätzungen zufolge im Jahr 2050 auf 100 Bewohner zwischen 15 und 64 Jahren 40 Bewohner ab 65 Jahren kommen (Schweden 40,9; Finnland 46,7). In Deutschland hingegen werden 2050 auf 100 Bewohner zwischen 15 und 64 Jahren 55,8 Bewohner ab 65 Jahren kommen.
Die skandinavische Familienpolitik ist vor allem durch individuelle Förderung, unabhängig von Geschlecht, Familienstand und Einkommen, gekennzeichnet. So waren in den nordischen Ländern im Jahr 2004 rund 80 Prozent der Frauen zwischen 20 und 39 Jahren erwerbstätig. Die Geburtenraten in Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland sind neben der Frankreichs die höchsten in Europa und liegen zwischen 1,71 und 1,89 (zum Vergleich: Deutschland: 1,33).
Schweden gilt als besonders familien- und kinderfreundliches Land. Schwedens Politik, die Berufstätigkeit von Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter zum Ziel hat, sorgt dafür, dass Kinder und Selbstverwirklichung sich nicht widersprechen. Einkommensabhängiges Elterngeld, das 75 Prozent des vorherigen Verdienstes ersetzt, und ein gut ausgebautes Kinderbetreuungssystem begünstigen hohe Erwerbstätigkeit von Männern und Frauen und ermöglichen gleichzeitig die Familiengründung ohne Verschlechterung des Lebensstandards.
In Schweden geht eine hohe weibliche Erwerbsbeteiligung nicht mit einer verringerten Geburtenrate einher, im Gegenteil: Sie liegt bei knapp 1,8 Kindern pro Frau (Stand 2004). Außerdem fördert Schweden auch verstärkt Väter im Rahmen der Elternzeit. Allerdings darf dabei nicht übersehen werden, dass der Wohlfahrtsstaat seine Einwohner einiges kostet: Die Schweden zahlen die höchsten Steuersätze der Welt.
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