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Beide berufstätig, allein erziehend oder "klassisch": Wie schaffen Sie es, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen? Das haben wir acht verschiedene Familien gefragt, die ihren Alltag unter verschiedenen Voraussetzungen meistern. Bei Familie Palermo-Schubert sind die Eltern voll beruftstätig. Sie haben einen zweijährigen Sohn.
Cecilia Palermo-Schubert (35), Lehrerin
Frank Schubert (32), selbstständiger Rechtsanwalt
Sohn Matteo (2)
ARD.de: Wie schaffen Sie es, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen?
Cecilia Palermo-Schubert: Eigentlich funktioniert's bei uns nur durch unsere Familie. Wenn meine Schwägerin nicht die Tagesmutter machen würde, wär's schwierig für mich, voll berufstätig zu sein.
Frank Schubert: Bei uns herrscht grundsätzlich ein ganz bestimmter Plan. Weil meine Frau morgens früh zur Schule muss, macht der Papa den kleinen Matteo fertig und bringt ihn dann zur Tagesmama. Das geht ganz gut, da ich aufgrund meiner Selbstständigkeit flexibel bin. Und nachmittags holt ihn die Mama wieder ab. Abends bringen wir den Kleinen dann zusammen ins Bett.
Was finden Sie an Ihrer familiären Situation am schwierigsten?
Frank Schubert: Etwas problematisch ist,dass ich als selbstständiger Rechtsanwalt keine festen Arbeitszeiten habe. Ich muss halt immer flexibel sein, immer da sein, wenn die Mandanten rufen. Dann kann's schon mal sein, dass der Kleine früher aufstehen muss oder dass der Papa gar nicht da ist, wenn er ins Bett geht. Und dadurch die Belastung für die Frau größer wird.
Was gefällt Ihnen an Ihrer familiären Situation am besten?
Cecilia Palermo-Schubert: Schön ist auf jeden Fall schon mal, überhaupt ein Kind zu haben, zu sehen, wie so ein kleiner Wurm groß wird. Das lässt sich schwer erklären.
Frank Schubert: Er wird ja auch größer (lacht).
Was würden Sie sich als Familie von der Politik wünschen?
Cecilia Palermo-Schubert: Das Elterngeld finde ich toll. Schade, dass das nicht schon vor zwei Jahren eingeführt worden ist. Das wäre für uns ein großer Vorteil gewesen.
Frank Schubert: Ja, ich würde mir wünschen, dass das rückwirkend gilt (lacht). Ansonsten wäre gut, wenn die Kindergärten auch in ländlichen Gebieten bis 17 Uhr betreuen würden. In den Städten ist das ja schon gang und gebe. Auf dem Land kann man das vergessen, da schließen die Kindergärten spätestens um 12.30 Uhr.
Das Interview führte Patrick Reitler.
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