Direktor

Direktor

In der Frühphase des deutschen Rundfunks, Mitte der 20er Jahre – vor der Durchsetzung des Titels Intendant – mancherorts Bezeichnung für den (kaufmännischen) Leiter einer Sendegesellschaft, nach 1945 rasch eingebürgert als Bezeichnung für die Leiter der wesentlichen Bereiche eines Senders bzw. einer Rundfunkanstalt, in der Variante Generaldirektor beim NWDR und zeitweise beim SWF weiter für den obersten Leiter benutzt.

Die »klassischen« Direktionen im Rundfunk sind die Juristische – meist als Justiziariat bezeichnet mit einem Justiziar an der Spitze –, die Verwaltungs-, die Technische und die Hörfunkdirektion bzw. die Programmdirektion Hörfunk, dazu kam in den 50er Jahren die Fernsehdirektion bzw. die Programmdirektion Fernsehen. Anfang der 70er Jahre wurde in vielen Rundfunkanstalten der Produktionsbetrieb vor allem des Fernsehens reorganisiert; dies führte bei zunächst zwei Anstalten (NDR und WDR 1972) zur Bildung eigenständiger Produktionsdirektionen.

Angesichts knapper werdender Finanzmittel und der jüngsten Entwicklungen der Rundfunktechnik – Stichwort: Digitalisierung – ist es in den letzten Jahren zu tiefgreifenden organisatorischen Veränderungen gekommen. So verfügen inzwischen die meisten der Landesrundfunkanstalten nicht mehr über eigenständige Technische Direktionen, sondern haben deren Funktionen anderen Bereichen, etwa der Produktion oder/und Verwaltung und in Einzelfällen der Intendanz, zugeordnet.

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