ARD-Selbstverpflichtungen zu Corona-bedingten Maßnahmen gegenüber der Kreativ- und Produzentenlandschaft

ARD-Selbstverpflichtungen zu Corona-bedingten Maßnahmen gegenüber der Kreativ- und Produzentenlandschaft

Die ARD hat bereits Mitte März 2020 erste Sofortmaßnahmen zur Unterstützung der Kreativ- und Produzentenlandschaft beschlossen (siehe ARD-Pressemitteilung vom 17. März 2020).

Die laufende ARD-Selbstverpflichtung zu Corona-bedingten Maßnahmen gegenüber der Kreativ- und Produzentenlandschaft wird zunächst bis zum 30.6.2020 fortgeführt. Dementsprechend werden bei allen ARD- und ARD-Degeto-Auftragsproduktionen mit geplantem Drehbeginn bis einschließlich 30.6.2020, die ihren Dreh Corona-bedingt nicht fortsetzen oder nicht wie geplant beginnen können, Mehrkosten anteilig in Höhe von 50 Prozent übernommen.

Diese Zusage gilt auch für Mehrkosten, die den Produzentinnen und Produzenten durch die tariflich festgelegte Aufstockung der Gagen entstehen. Damit reagiert die ARD auf den Kurzarbeits-Tarifvertrag, der zwischen Produzentenallianz, ver.di und dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) geschlossen wurde.

Der Anwendungsbereich dieser freiwilligen Mehrkostenübernahme wurde auf geförderte Fernseh- und Kinokoproduktionen erweitert. ARD/ARD-Degeto übernehmen bei diesen Produktionen 50 Prozent der Corona-bedingten Mehrkosten entsprechend ihres jeweiligen Finanzierungsanteils.

Der BR wird bei geförderten Fernseh- und Kinokoproduktionen über das ob und wie seiner Beteiligung an den Mehrkosten separat entscheiden.

Wiederaufnahme der Produktion

Wird mit Zustimmung der beauftragenden Landesrundfunkanstalt/Degeto eine Corona-bedingt unterbrochene Produktion wieder aufgenommen, gilt die ARD-Zusage bis zur Fertigstellung oder dem finalen Abbruch der Produktion. Das heißt, dass auch solche Mehrkosten erfasst sind, die durch einen erneuten Corona-bedingten Abbruch entstehen. Auch für diese Kosten gilt die Übernahmeselbstverpflichtung in Höhe von 50 Prozent.

Hier können Sie nähere Details zur ARD-Selbstverpflichtung einsehen. Zum konkreten Vorgehen zur Abrechnung von Corona-bedingten Mehrkosten finden Produzentinnen und Produzenten hier einen Leitfaden (Stand: 12.5.2020).

Liquiditätshilfen

Mitte April hat die ARD Liquiditätshilfen für Produzentinnen und Produzenten zugesagt (siehe ARD-Pressemitteilung vom 14. April 2020).

Voraussetzungen für die Gewährung von Liquiditätshilfen sind:

  • Drehunterbrechung/-verschiebung bedingt durch CORONA/CoVid-19 
  • Produktion soll trotz Verzögerung fertiggestellt werden
  • Antrag des Produzenten/der Produzentin auf Zahlung eines Abschlags auf die anstehende(n) Vertragsrate(n) unter Angabe des benötigten Betrags an Herstellungsleiter/in bzw. Produktionsleiter/in.

Produktionsfirmen können demnach Abschlagszahlungen auf anstehende Vertragsraten beantragen. Die praktische Umsetzung orientiert sich an einem vom WDR entwickelten Verfahren. Die jeweiligen Bürgschaftserfordernisse der Landesrundfunkanstalten/Degeto bleiben davon unberührt.

Zu den Details können sich betroffene Produzentinnen und Produzenten an die für die Produktionen zuständigen Herstellungsleiter/innen wenden. Darüber hinaus kommen als Ansprechpartner/innen auch die Kolleginnen und Kollegen in Betracht, die die Landesrundfunkanstalten und die Degeto als Corona-Ansprechpartner/innen benannt haben. 

Stand: 29.05.2020, 12.30 Uhr

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