COFDM (Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex)

COFDM (Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex)

Von einem französischen Forschungsinstitut entwickeltes Verfahren zur unverzerrten, störungsfreien Übertragung digitalisierter Funksignale.

COFDM vermeidet Verzerrungen, die zum Beispiel dadurch entstehen, dass von Gebäuden oder von Bergen reflektierte Signale verzögert beim Empfänger eintreffen, indem es die Datenströme mehrerer Radio- oder Fernsehprogramme in einem Multiplexer zusammenfasst, ineinander verschachtelt und so auf verschiedene Trägerfrequenzen verteilt, dass die Daten den Empfänger ohne nicht korrigierbare Fehler erreichen und bei ihm wieder auseinandersortiert werden können.

COFDM ist eine wesentliche Voraussetzung von Digital Audio Broadcasting, wo in jedem so genannten DAB-Block auf einer Bandbreite von 1,5 MHz insgesamt 1. 536 Trägerfrequenzen für dieses Übertragungsverfahren zur Verfügung stehen. Bei terrestrischem Digital Video Broadcasting kommt das Verfahren ebenfalls zum Einsatz. COFDM erlaubt bei DAB wie DVB-T eine großflächige Programmversorgung über Gleichwellensendernetze, also auf jeweils einer Frequenz, und ermöglicht damit eine effektivere Ausnutzung der Frequenzbereiche des Rundfunks als herkömmliche Verfahren der Programmverbreitung.

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