Leichte Musik (L-Musik)

Leichte Musik (L-Musik)

Beim Start des Hörfunks in den 20er Jahren aus dem traditionellen Kulturleben übernommene, bis heute in Programmplanung und -statistik relevante Kategorie zur Grobeinteilung der Musik im Rundfunk, auch als Unterhaltungsmusik (U-Musik) bezeichnet, Gegensatz von Ernster Musik (E-Musik), bis 1998 Kategorie der ARD-Hörfunkstatistik, seither differenziert nach Rock-/Popmusik einerseits, Unterhaltungsmusik andererseits.

Im Radio war die L-Musik von vornherein ein quantitativ herausragender Programmbestandteil, der seit Ende der 20er Jahre zunehmend mit Industrietonträgern bestritten wurde.

Mit der Ausdifferenzierung des Angebots der ARD-Anstalten in mehrere (UKW-)Programme ab Anfang der 50er Jahre in unterhaltsamen Programmen wie UKW-Nord des NWDR (»Welle der Freude«) und dann von den 70er Jahren an in den so genannten Musik- und Servicewellen gewann die L-Musik an Bedeutung, seit dem Start von WDR 4 1984 und Bremen Vier 1986 auch in Variationen für den Musikgeschmack älterer bzw. jugendlicher Hörer.

Über alle Programme der Landesrundfunkanstalten hinweg liegt der Programmanteil der L-Musik bei gut 44 Prozent, in von dieser Musik geprägten Programmen häufig bei 70, 80 oder gar 90 Prozent.

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