Mittelwelle (MW)

Mittelwelle (MW)

Frequenzbereich elektromagnetischer Wellen, in Europa für den Hörfunk begrenzt auf Frequenzen von 526,5 bis 1. 606,5 kHz, bis Ende der 40er Jahre nicht nur in Deutschland der für Radioprogramme wichtigste Frequenzbereich, dann nach und nach abgelöst von der Ultrakurzwelle (UKW).

Analoger MW-Rundfunk erlaubt nur eine relativ geringe, monophone Übertragungsqualität trotz sehr hohem Energieverbrauch (im Vergleich mit neueren Radio-Verbreitungswegen) und ist störanfällig gegen Überlagerungen durch Nachbarsender. MW-Frequenzen wurden daher von den ARD-Anstalten heute nur noch ganz vereinzelt zur Ausstrahlung informativer, wortgeprägter Sendungen genutzt. Am 31.12.2015 zog sich mit dem Deutschlandfunk das letzte deutsche öffentlich-rechtliche Radio aus der Mittelwelle (MW) zurück.

Der Abschied von der kostenintensiven Mittelwelle entspricht einer Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF). Sie hat den ARD-Anstalten die finanziellen Mittel für das moderne Digitalradio DAB+ zur Verfügung gestellt unter der Maßgabe, dass ein Abschaltkonzept für die Mittelwelle realisiert wird.

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